Impfstoff gegen Akne vulgaris: wesentlicher Fortschritt

  • Wang Y & al.
  • J Invest Dermatol
  • 30.06.2018

  • aus Priscilla Lynch
  • Studien – kurz & knapp
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Laut einer Studie, die in der diesjährigen Novemberausgabe des Journal of Investigative Dermatology veröffentlicht werden wird, konnten Wissenschaftler einen wesentlichen Fortschritt bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Akne erzielen.

Nachdem sie nachweisen konnten, dass der Faktor Christie-Atkins-Munch-Peterson (CAMP-Faktor) – ein Toxin, das vom opportunistischen Hautbakterium Propionibacterium acnes (P. acnes) segregiert wird – Entzündungsreaktionen auslösen kann, versuchten die Forscher (an Mäusen und an menschlichen Akneexplantaten) zu bestätigen, dass die Anwendung von monoklonalen Antikörpern des CAMP-Faktors die Entzündungsreaktionen in Form von Akne senken.

Ihre Erkenntnisse konnten zeigen, dass die Impfung von Mäusen mit CAMP-Faktor das Wachstum von P. acnes und die Produktion von MIP-2, einer murinen Entsprechung des menschlichen Interleukin-8 (IL-8), deutlich senkte.

Die P. acnes mit CAMP-Faktor sowie zwei proinflammatorische Zytokine (IL-8 und IL-1β) wurden in Akneläsionen in höherem Grade exprimiert als in Haut ohne Läsionen. Eine Inkubation von Ex-vivo-Akneexplantaten mit monoklonalen Antikörpern des CAMP-Faktors minderten die Konzentrationen von IL-8 und IL-1β deutlich.

Im Begleitkommentar wurden sowohl die Bedeutung der Erkenntnisse als auch die Notwendigkeit weiterer Forschung betont.

Von dieser Impfung können laut den Autoren auch Menschen profitieren, die an anderen mit P. acnes in Zusammenhang stehenden Krankheiten leiden; dazu zählen u. a. Prostatakarzinom, Krankheiten in Zusammenhang mit der Anwendung von Polymeren oder polymerhaltigen Produkten, Sepsis, toxisches Schock-Syndrom, Endokarditis, Osteomyelitis und verschiedene operationsbedingte Infektionen.