Impfquote erhöhen: Pommes für Schutzimpfung?

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Berlin (pag) – Bei der Grippewelle 2017/18 sind 25.100 Menschen in Deutschland an einer Influenza gestorben. Diese Schätzung veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Saisonbericht. Die Impfquote beim Gesundheitspersonal sei zu niedrig, heißt es darin. Doch es geht auch anders, wie ein Krankenhaus in Münster zeigt.

„Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren“, sagt Prof. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Das sei selten, es gebe auch Influenza-Saisons mit wenigen Hundert Todesfällen.

Für die Beurteilung der Krankheitslast wertet das RKI auch die Zahl der Arztbesuche aus, die der Influenza zugeschrieben werden. In der Saison 2018/19 sind rund 3,8 Millionen Menschen wegen einer Grippe zum Arzt gegangen, der höchste Wert wurde ein Jahr zuvor mit neun Millionen Arztbesuchen erreicht. Besonders gering ist dagegen die Zahl der Arztbesuche in der Saison 2013/14 ausgefallen: Damals waren es lediglich 800.000. Wieler empfiehlt die jährliche Impfung – auch wenn die Wirksamkeit in jeder Saison unterschiedlich sei.

Das RKI weist im Bericht darauf hin, dass der Schutz beim Gesundheitspersonal noch zu gering sei. Mit der Online-Befragung von Krankhauspersonal zur Influenza (OKaPII-Studie) untersucht das Institut, warum sich Mitarbeiter impfen lassen oder warum nicht und auch welche Maßnahmen Kliniken ergreifen, um die Impfquote zu erhöhen. Das Franziskus-Hospital in Münster zum Beispiel hat seine Mitarbeiter nach der Grippeschutzimpfung mit einer Portion Pommes aus der Cafeteria belohnt. Jedes Team mit einer Impfquote von 100 Prozent hat ein gemeinsames Frühstück gesponsert bekommen. Zudem sind die Mitarbeiter in allen Arbeitsbereichen aufgesucht und an die Impfung erinnert worden. Bei der Ärzteschaft hat sich dadurch die Impfquote auf über 90 Prozent erhöht.

Kliniken können sich an der Studie beteiligen

Mehr Information zur Influenza-Impfung gibt es beim RKI.