IDWeek 2019 – Teilweise orale Therapie bei Knochen-, Gelenkinfektionen konkurriert mit i.v. Therapie


  • Marielle Fares, Pharm.D.
  • Conference Reports
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Kernbotschaften

  • Die Beurteilung von Therapieversagen nach 1 Jahr zeigte, dass eine orale Antibiotikatherapie in den ersten 6 Wochen bei orthopädischen Infektionen einer intravenösen (i.v.) Antibiotikatherapie nicht unterlegen ist.

Relevanz

  • Eine orale Antibiotikatherapie ist einer i.v. Therapie in dieser Indikation nicht unterlegen und kommt in Betracht, um die Länge des Krankenhausaufenthalts und die Komplikationsrate zu verringern.

Studiendesign 

  • Offene, randomisierte, klinische Multizenter-Studie im Vereinigten Königreich an 1054 Patienten mit Osteomyelitis, Gelenkinfektionen, Gelenkprotheseninfektionen und Infektionen von Fixierungsmaterialien.
  • Die Patienten wurden 7 Tage nach dem Eingriff oder zu Beginn der Antibiose randomisiert und einer oralen (n = 509) oder i.v. Antibiotikatherapie (n = 509) über 6 Wochen zuwiesen.
  • Pathogene: Staphylococcus aureus (38 %), koagulase-negative Staphylokokken (27 %), Streptokokken (14 %), Pseudomonas (5 %), andere.
  • Primärer Endpunkt: definitives Therapieversagen innerhalb 1 Jahres, Nichtunterlegenheitsmarge, 7,5 %.

Wesentliche Ergebnisse

  • Therapieversagen bei 74 Patienten (14,6 %) vs. 67 (13,2 %) in der oralen Gruppe.
  • Risikodifferenz für definitives Therapieversagen betrug −1,4 Punkte (95%-KI, −5,6 bis 2,9), was auf Nichtunterlegenheit hinweist.
  • Keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich unerwünschter Ereignisse (27,7 % in der i.v. Gruppe vs. 26,2 % in der oralen Gruppe), aber in der i.v. Gruppen waren katheterassoziierte Komplikationen häufiger (9,4 % vs 1,0 %). 

Einschränkungen

  • Kurze Nachbeobachtungsdauer angesichts der Langzeitrisiken eines Therapieversagens bei Osteomyelitis.