ICI-„Rechallenge“: für welche NSCLC-Patienten läuft es besser?

  • Katayama Y & al.
  • J Clin Med
  • 31.12.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die erneute Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) nach NSCLC-Progression im Anschluss an initiale ICI-Behandlungen erreicht bei Patienten mit einem Eastern Cooperative Oncology Group-Performance Score (ECOG-PS) ≥2 und einem BMI >20 ein signifikant besseres Überleben.

Warum das wichtig ist

  • Die Vorhersage, welche Patienten von einer erneuten ICI-Behandlung profitieren, könnte Klinikärzte darin unterstützen, einen gezielteren Behandlungsplan zu entwickeln.

Studiendesign

  • 35 Patienten mit NSCLC an 6 Zentren, die nach ICIs progredient waren, erhielten eine erneute ICI-Behandlung.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die initiale ICI-Behandlung bestand bei 54,3% der Patienten aus Nivolumab, bei 34,3% aus Pembrolizumab und bei 11,4% aus Atezolizumab.
  • Die Rechallenge-ICI-Therapie bestand bei 14,3% der Patienten aus Nivolumab, bei 20% aus Pembrolizumab und bei 65,7% aus Atezolizumab.
  • Nach ICI-Rechallenge zeigte 1 Patient eine partielle Response, 14 eine stabile Erkrankung, 18 eine progressive Erkrankung, 2 waren nicht auswertbar, und keiner hatte eine komplette Response.
  • Die objektive Responserate war 2,9% und die Krankheitskontrollrate 45,7%.
  • Nach Rechallenge war das mittlere PFS 81 Tage und das mittlere OS 225 Tage.
  • Ein ECOG-PS ≥2 war mit einem besseren OS (aHR 3,01; p=0,032) und einem besseren PFS (aHR 2,38; p=0,043) verbunden, und ein BMI >20 war mit einem besseren PFS assoziiert (aHR 0,43; p=0,036).

Einschränkungen

  • Kleine Fallzahl.