Ibuprofen und Ketorolac lindern akute Trauma-bedingte Schmerzen bei Kindern gleich gut

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Sollten sich Ärzte in der Notaufnahme bei Kindern mit Trauma-bedingten Schmerzen für Ibuprofen oder für Ketorolac entscheiden?

Erkenntnis

  • Orale Ketorolac-Tropfen und oraler Ibuprofen-Sirup erzielten bei Kindern und Jugendlichen, die in einer Notaufnahme (NA) vorstellig wurden, eine ähnliche Wirksamkeit bei der Linderung von mittelstarken und starken akuten Trauma-bedingten Schmerzen.

Warum das wichtig ist

  • Zur Behandlung eines akuten Extremitätentraumas bei Kindern und Jugendlichen, die in der Notaufnahme vorstellig werden. sollte orales Ibuprofen gewählt werden.

Wesentliche Ergebnisse

  • 212 Patienten wurden berücksichtigt: 125 mit starken Schmerzen (63 randomisiert zu Ibuprofen, 62 zu Ketorolac) und 87 mit mittelstarken Schmerzen (43 randomisiert zu Ibuprofen, 44 zu Ketorolac)
  • Die selbstberichteten, anhand einer numerischen 11-Punkte-Bewertungsskala bestimmten Schmerzscores nahmen bei Patienten mit starken Schmerzen nach 60 Minuten in der Ibuprofen-Gruppe um 2 Punkte und in der Ketorolac-Gruppe um 1 Punkt ab.
  • Nach 90 Minuten gab ein höherer Anteil an Patienten unter Ibuprofen als unter Ketorolac einen Rückgang des Schmerzscores um > 3 Punkte an.
  • Bei Patienten, die Ibuprofen oder Ketorolac einnahmen, wurden keine Unterschiede bei der Verringerung mittelmäßiger Schmerzen beobachtet.

Studiendesign

  • Multizentrische, randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Studie zum Vergleich einer Einzeldosis oralen Ibuprofens à 10 mg/kg plus Placebo mit einer Einzeldosis Ketorolac à 0,5 mg/kg plus Placebo bei mittelstarken und starken akuten Trauma-bedingten Schmerzen bei italienischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 8–17 Jahren
  • Finanzierung: Institute for Maternal and Child Health

Einschränkungen

  • Fallzahl mit mittelstarken Schmerzen mit zu geringer Teststärke
  • Prüfärzte konnten bei mittelstarken Schmerzen keine Nichtunterlegenheit des einen Wirkstoffs gegenüber dem anderen nachweisen.