IAS 2019 — WHO gibt neue Leitlinien zur Erst- und Zweitlinienbehandlung von HIV mit antiviralen Wirkstoffen heraus


  • Myriam Vidal Valero
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Die WHO hat neue Empfehlungen zur Erst- und Zweitlinientherapie von HIV mit antiretroviralen Wirkstoffen herausgegeben.
  • Dolutegravir (DTG) in Kombination mit einem nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NRTI) wird als bevorzugtes Erstlinienbehandlungsschema für Personen empfohlen, die mit HIV leben und eine antiretrovirale Therapie (ART) beginnen.

Warum das wichtig ist

  • Die aktualisierten Leitlinien für 2019 liefern die neuesten Empfehlungen, die sich auf sich rasch entfaltende Sicherheits- und Wirksamkeitsnachweise und programmatische Erfahrung im Einsatz von 400 mg DTG und Efavirenz (EFV) bei schwangeren Frauen und gleichzeitig mit Tuberkulose infizierten Patienten stützen.
  • In 2 neueren Studien wurde eine geringere Zunahme des Risikos von Neuralrohrdefekten bei einer Exposition gegenüber DTG in utero festgehalten, als bisher befürchtet wurde.
  • Die für die Leitlinien zuständige Gruppe berücksichtigte relative Schäden, Vorteile und weitere Faktoren im Hinblick auf diese neuen Daten bei der Formulierung ihrer Empfehlung von DTG als Erstlinienbehandlungsschema.

Wesentliche Empfehlungen

  • DTG in Kombination mit einem NRTI als Backbone wird als bevorzugtes Erstlinienbehandlungsschema für Personen empfohlen, die mit HIV leben und mit einer ART beginnen.
    • Diese Empfehlung wird als „nachdrücklich“ für Erwachsene und Jugendliche sowie mit der zugelassenen DTG-Dosierung als „bedingt“ für Säuglinge und Kinder eingestuft.
  • EFV in einer niedrigen Dosis (EFV400) in Kombination mit einem NRTI als Backbone wird als alternatives Erstlinienbehandlungsschema für Erwachsene und Jugendliche empfohlen, die mit HIV leben und mit einer ART beginnen (nachdrückliche Empfehlung).