IAS 2019 — Neueste Erkenntnisse aus DISCOVER-Studie deuten auf eine mögliche HIV-Prophylaxe hin


  • Laura Vargas-Parada, Ph.D.
  • Conference Reports
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Erkenntnis 

  • In der DISCOVER-Studie wurde beurteilt, ob das als HIV-Behandlung zugelassene Mittel F/TAF auch das Risiko einer Ansteckung mit HIV reduzieren kann. 
  • Update: Laut den Forschern weist F/TAF eine schneller einsetzende und länger andauernde Schutzwirkung gegenüber HIV auf als F/TDF. 

Warum das wichtig ist 

  • Das einzige Medikament, das für die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) zugelassen ist, ist F/TDF.
  • F/TAF wird als PrEP unter 5.387 Teilnehmern gegenüber F/TDF als nicht unterlegen dargestellt.

Studiendesign 

  • Randomisierte, doppelblinde Nichtunterlegenheitsstudie bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit an 92 Prüfzentren in den Vereinigten Staaten, Kanada und Westeuropa.
  • Verglichen wurden HIV-Risiko, Inzidenz sexuell übertragener Infektionen, Therapietreue und Pharmakokinetik. 
  • Die Beziehung zwischen Therapietreue und Wirksamkeit wurde in einer eingebetteten Fall-Kontroll-Studie beurteilt.

Wesentliche Ergebnisse  

  • Nichtunterlegenheit durch Sensitivitätsanalyse bestätigt; Inzidenzrate: 0,55 (95 %-KI: 0,20–1,48). 
  • Die Bayessche Analyse ergab eine Wahrscheinlichkeit von 96 % (mit 95 %-Kredibilitätsintervall), dass F/TAF wirksamer ist als F/TDF.
  • Die Tenofovirdiphosphat-Werte in mononukleären Zellen des peripheren Blutes waren unter F/TAF um das 6,3-Fache höher als unter F/TDF und erreichten die wirksame Konzentration von 90 % schneller.
  • 98 % der Patienten unter F/TAF wiesen eine intrazelluläre Medikamentenkonzentration über dem Schwellenwert auf, der als Schutz vor HIV gilt, was im Vergleich zu 65 % derjenigen unter F/TDF steht. 
  • Die Schätzung der Schutzdauer anhand einer Reihe von Studien und historischen Daten ergab eine um 60 % längere Dauer mit F/TAF.

Einschränkungen

  • Vorläufige Daten, keine Kostenanalyse, Präsentation auf einer Konferenz ohne Peer-Review.