Hypertonie: Einführung einer neuen Leitlinie würde zu millionenfachen zusätzlichen Diagnosen führen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Das American College of Cariology (ACC) und die American Heart Association (AHA) veröffentlichten vor kurzem Leitlinienempfehlungen für Hypertonie, die den zur Definition von Hypertonie herangezogenen Blutdruck-Grenzwert herabsetzen und den Blutdruck-Zielwert für antihypertensive Behandlungen senken. Ergebnisse einer neuen, im BMJ veröffentlichten Studie weisen nun darauf hin, dass die Einführung dieser Leitlinie eine signifikante Zunahme sowohl der Zahl der Personen, die als hyperton und behandlungswürdig eingestuft werden, als auch der Zahl der intensivierten Behandlungen mit sich bringen könnte. 

Forscher untersuchten national repräsentative Daten für Erwachsene der Altersgruppe von 45 bis 75 Jahren aus China. Sie fanden heraus, dass die Einführung der Leitlinie dazu führen würde, dass 267 Millionen Menschen (55 %) in dieser Altersgruppe als hyperton eingestuft würden, was einer relativen Zunahme von 45 % verglichen mit den aktuellen Empfehlungen gleichkäme. Sie berechneten, dass 55 Millionen Menschen in China empfohlen würde, eine medikamentöse Behandlung zu beginnen, während 30 Millionen eine intensivere medikamentöse Behandlung angeraten würde.

Die Anwendung der neuen Definition auf die US-Bevölkerung würde für 7,5 Millionen Menschen eine Neuempfehlung zur Behandlung bedeuten, sowie 13,9 Millionen Neuempfehlungen zur Intensivierung der Behandlung, um die neuen Blutdruckzielwerte zu erreichen.