Hunde - eine Wohltat für Herz, Gefäße und auch die Psyche


  • Thomas Kron
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaft

Hundebesitz kann womöglich vor kardiovaskulären Krankheiten schützen und das Leben verlängern.

Hauptergebnisse

Hundebesitzer (Single-Haushalte) hatten eine um 33 Prozent verminderte Gesamtmortalität, lebten also im Durchschnitt länger als Menschen ohne Hunde. Kardiovaskuläre Todesfälle waren bei Hundbesitzern um 36 Prozent seltener, Myokardinfarkte um 11 Prozent. Bei Haushalten mit mehreren Personen ging das Vorhandensein eines Hundes mit einer um elf Prozent geringeren Gesamtmortalität und mit einer um 15 Prozent geringeren Rate kardiovaskulärer Todesfälle einher. 

Design

Prospektive Kohorten-Studie mit den Daten von mehr als 3,4 Millionen im Durchschnitt 57 Jahre alten Menschen (52 Prozent Frauen), die 2001 keine kardiovaskulären Erkrankungen hatten. Beobachtungsdauer bis zu 12 Jahre. Hundebesitz (Ein- und Mehr-Personen-Haushalte): 13,1 Prozent (n = 448 298).

Klinische Bedeutung

Die Kohorten-Studie bestätigt frühere Studien und Empfehlungen. So hat zum Beispiel die „American Heart Association“ vor einigen Jahren schon nach Auswertung wissenschaftlicher Publikationen die Schlussfolgerung gezogen, dass der Besitz eines Haustieres, insbesondere eines Hundes, möglicherweise mit einem verminderten kardiovaskulären Risiko einhergeht. Die häufigste Erklärung dafür dürfte die Tatsache sein, dass der Besitz eines Hundes oft dazu führt (und zwingt), dass der Besitzer sich regelmäßig bewegt. Außerdem können Hunde - wie auch andere Haustiere - eine Wohltat für die Psyche sein, wie ebenfalls einige Studien gezeigt haben.