Humanes Papillomavirus mit kardiovaskulärem Risiko verknüpft


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Eine Infektion mit Hochrisikostämmen des humanen Papillomavirus (HPV) könnte das Risiko für eine kardiovaskuläre Krankheit (KVK) besonders bei Frauen mit Adipositas oder anderen kardiovaskulären Risikofaktoren erhöhen, besagt eine neue, in Circulation Research veröffentlichte Forschungsarbeit. 

Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen einer Hochrisiko-HPV-Infektion und der Entwicklung einer KVK bei 63.411 koreanischen Frauen in einem Alter ab 30 Jahren ohne kardiovaskuläre Erkrankung, die von 2011 bis 2016 verlaufsuntersucht wurden. 

Die Prävalenz von Hochrisiko-HPV-Infektionen betrug 7,6 %. Während einer Beobachtungsdauer von 261.598,9 Personenjahren wurden insgesamt 1.122 Fälle einer neu aufgetretenen KVK festgestellt. 

Nach Bereinigung um eine Reihe von Faktoren wie Körpermasseindex, Rauchen, Alkoholkonsum, Sport, Bildungsniveau und Familienanamnese mit KVK stellten die Autoren fest, dass Frauen mit Hochrisiko-HPV mit um 22 % höherer Wahrscheinlichkeit eine KVK entwickelten als nicht infizierte Frauen. Der Zusammenhang war bei Personen mit Adipositas und solchen mit metabolischem Syndrom stärker.  

„Ein besseres Verständnis des Hochrisiko-HPV als Risikofaktor für kardiovaskuläre Krankheiten und möglicher kombinierter Wirkungen von Hochrisiko-HPV, Adipositas und metabolischem Syndrom bei der Erhöhung des kardiovaskulären Krankheitsrisikos könnte helfen, Präventivstrategien und Ergebnisse für Patienten zu verbessern“, sagte Seungho Ryu, Senior-Koautor der Studie und Professor am Kangbuk Samsung Hospital, Sungkyunkwan University School of Medicine, in Seoul, Südkorea.