Humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2-positiver, fortgeschrittener Brustkrebs: Trastuzumab-Emtansin für Patientinnen, für die Taxan nicht infrage kommen

  • Perez EA & al.
  • Cancer
  • 18.07.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Die Endergebnisse der Phase-III-Studie MARIANNE zeigen, dass Patientinnen mit HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2)-positivem, fortgeschrittenen Brustkrebs (aBCa) mit Trastuzumab-Emtansin (T-DM1), mit oder ohne Pertuzumab, ein ähnliches Gesamtüberleben (OS) erreichen, wie mit Trastuzumab plus Taxan.
  • T-DM1 ohne Pertuzumab (T-DM1 + Placebo) war verträglicher.

Warum das wichtig ist

  • Frühere Ergebnisse wiesen ein ähnliches progressionsfreies Überleben (PFS) in allen Gruppen und eine höhere Verträglichkeit mit T-DM1 + Placebo auf.
  • Die Autoren schlussfolgern, dass T-DM1 eine Erstlinienbehandlung für Patientinnen mit metastatischem HER2+ BCa ist, die nicht für eine taxanbasierte Therapie in Betracht kommt.

Studiendesign

  • 1.095 Frauen aus 38 Ländern wurden nach dem Zufallsprinzip entweder T-DM1 + Placebo, T-DM1 + Pertuzumab oder Taxan + Trastuzumab (Kontrollgruppe) zugewiesen.
  • Das primäre Ergebnis war das OS.
  • Finanzierung: F. Hoffmann-La Roche, Ltd.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle lag bei etwa 54 Monaten.
  • Das mediane OS unterschied sich zwischen den Gruppen nicht (T-DM1 + Placebo: 53,7 Monate; T-DM1 + Pertuzumab: 51,8 Monate und Kontrollgruppe: 50,9 Monate). Im Vergleich zur Kontrollgruppe wies T-DM1 + Placebo eine stratifizierte HR von 0,93; 97,5 %-KI: 0,73–1,20 und T-DM1 + Pertuzumab eine stratifizierte HR von 0,86; 97,5 %-KI: 0,67–1,11 auf.
  • Die mediane Zeit bis zur klinisch bedeutsamen Verschlechterung der Neurotoxizität war in der Kontrollgruppe (2,1 Monate) und T-DM1 + Pertuzumab-Gruppe (4,2 Monate) kürzer als in der T-DM1 + Placebogruppe (6,2 Monate).
  • Die T-DM1 + Placebogruppe wies niedrigere Raten von Alopezie, Diarrhö und weniger behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse auf.

Einschränkungen

  • Die Autoren gaben keine an.