Humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2-positiver Brustkrebs: Trastuzumab mit niedriger Inzidenz für spät auftretendes Rezidiv in den Jahren 5–10 verknüpft

  • Chumsri S & al.
  • J Clin Oncol
  • 17.10.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Das Risiko für ein spät auftretendes Rezidiv liegt 5–10 Jahre nach der Diagnose eines HER2+ (humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2-positiver) Brustkrebs (BCa) bei mit Trastuzumab behandelten Patientinnen lediglich bei 3 %–6 %.
  • Ein ähnlich später Nutzen wurde bei Patientinnen mit Hormonrezeptor(HR)+ und HR- Erkrankung erzielt.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie zur Quantifizierung des Risikos für ein spät auftretendes Rezidiv in dieser Population.

Studiendesign

  • Kombinierte Analyse von 2 randomisierten, kontrollierten klinischen Studien (North Central Cancer Treatment Group N9831 [Alliance] und NRG Oncology/NSABP B-31), in denen 3.177 Patientinnen mit HER2+ BCa lediglich eine adjuvante Chemotherapie (12 Wochen) oder Trastuzumab (n = 52 Wochen) erhielten.
  • Finanzierung: NIH, Genentech, andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt wiesen HR+ (vs. HR-) HER2+-Fälle unabhängig vom Behandlungstyp in den ersten 5 Jahren ein verbessertes rezidivfreies Überleben (RFS) auf (HR: 0,65; p 
  • Mit Trastuzumab behandelte Patientinnen mit HR+ Status (vs. HR-) zeigten in den ersten 5 Jahren ein niedrigeres kumulatives Risiko für RFS (10,96 % vs. 17,48 %; HR: 0,60; p 
  • In den Jahren 5–10 nach der Trastuzumab-Behandlung zeigte sich in Bezug auf den HR-Status kein Unterschied im RFS-Nutzen (HR: 1,32; p = 0,12).
    • Obwohl das Risiko für ein Rezidiv bei HR+ HER2+ Erkrankungen niedrig war, war es bei Patientinnen ohne Lymphknotenbeteiligung am niedrigsten (3,23 %) und bei Patientinnen mit 1–3 positiven Lymphknoten etwas höher (6,39 %).

Einschränkungen

  • Fehlen einer langfristigen Verlaufskontrolle.