HR+ eBCa: adjuvantes Denosumab liefert DFS-Nutzen in ABCSG-18

  • Lancet Oncol

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Adjuvantes Denosumab hat in der Studie ABCSG-18 (Adjuvant verabreichtes Denosumab bei postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs) bereits bewiesen, dass es die Inzidenz von Hüftfrakturen bei postmenopausalen HR(Hormonrezeptor)-positiven Frauen reduziert, die wegen Brustkrebs im Frühstadium (eBCa) mit Aromataseinhibitoren (AI) behandelt wurden. Die Begründung für den Einsatz von Denosumab war hier, dass AI bekanntlich das Risiko für Osteoporose und Frakturen erhöhen.
  • In dieser Nachbeobachtung von ABCSG-18 zeigt Denosumab nun auch, dass es das krankheitsfreie Überleben (DFS) um 18 % verbessert.

Warum das wichtig ist

  • Wenn sich dieser Erfolg wiederholen lässt, könnte adjuvantes Denosumab der Versorgungsstandard zur Vorbeugung vor Osteoporosefrakturen und zur Verbesserung des DFS bei postmenopausalen Frauen mit HR+ eBCa werden, die eine AI-Therapie erhalten.

Studiendesign

  • Phase-III-Studie an 3.425 postmenopausalen österreichischen und schwedischen Patientinnen, die neben anderen Merkmalen nach vorheriger AI-Verwendung und dem in der Lendenwirbelsäule gemessenen Knochendichte-Gesamtscore zur Baseline stratifiziert worden waren, denen per Zufallsverfahren entweder subkutan verabreichtes Denosumab (60 mg) oder Placebo alle 6 Monate während der AI-Therapie zugewiesen wurde. 
  • Das primäre Ergebnis (bereits berichtet) war die Zeit bis zur ersten klinischen Fraktur nach der Randomisierung.
  • Das sekundäre Ergebnis (hier berichtet) war das DFS.
  • Finanzierung: Amgen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung betrug 73 Monate.
  • Die Denosumab-Gruppe erreichte im Vergleich zum Placebo eine Verbesserung im DFS von 18 % (HR: 0,82; 95 %-KI: 0,69–0,98).
  • Es wurden keine eigenständigen Fälle von Osteonekrose des Kiefers oder bestätigter atypischer Femurfrakturen beobachtet.
  • Beide Gruppen erlitten eine ähnliche Anzahl unerwünschter Ereignisse.

Einschränkungen

  • Der Wirkmechanismus wurde nicht untersucht.