HPV+ OPC: aktives Rauchen laut kanadischer Studie mit schlechterem OS und RFS verknüpft

  • Vawda N & al.
  • Int J Radiat Oncol Biol Phys
  • 01.12.2018

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein retrospektiver Review spricht dafür, dass Rauchen bei Patienten mit HPV(humanes Papillomavirus)-bezogenem Oropharyngealkarzinom (OPC) mit schlechteren Ergebnissen assoziiert ist.

Warum das wichtig ist

  • Diese Studie versucht den Zusammenhang zwischen Rauchverhalten, Behandlungsmodalität und Ergebnissen bei Patienten mit HPV-positiver Krankheit zu klären.

Wesentliche Ergebnisse

  • Aktive Raucher hatten im Vergleich zu ehemaligen Rauchern und Nierauchern eine niedrigere Rate des Gesamtüberlebens (OS) von 2 Jahren (76,5 % bzw. 93,5 % bzw. 89,4 %) und 5 Jahren (61,7 % bzw. 87,3 % bzw. 76,4 %; p = 0,0001).
  • Aktive Raucher hatten im Vergleich zu ehemaligen Rauchern und Nierauchern eine niedrigere Rate des rezidivfreien Überlebens (RFS) von 2 Jahren (79,3 % bzw. 91,2 % bzw. 87,7 %) und 5 Jahren (72,3 % bzw. 86 % bzw. 83,1 %; p = 0,03).
  • Für Patienten, die eine Radiochemotherapie (RCT) erhalten hatten, waren die 5-jährigen OS-Raten numerisch niedriger für aktive Raucher (64,2 %) als für ehemalige Raucher (93,1 %) und Nieraucher (78,2 %).
  • Für Patienten, die einen operativen Eingriff erhalten hatten, waren die 5-jährigen OS-Raten numerisch niedriger für aktive Raucher (57,6 %) als für ehemalige Raucher (69,6 %) und Nieraucher (73,5 %).

Studiendesign

  • 352 Patienten mit lokal fortgeschrittenem, p16-positivem OPC wurden hinsichtlich der Ergebnisse analysiert.
    • 67,6 % wurden mit einer primären RCT behandelt, 32,4 % mit einem primären operativen Eingriff.
    • 27 % der Patienten waren aktive Raucher, 40,3 % ehemalige Raucher und 32,7 % Nieraucher.
  • Finanzierung: Keine.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.