HPV-Nachholimpfung wirksam bei Frauen bis 20

  • Silverberg et al
  • Lancet Child Adolesc Health
  • 07.08.2018

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Laut einer neuen populationsbasierten Fall-Kontroll-Studie zeigt sich die quadrivalente HPV-Nachholimpfung mit allen drei Dosen wirksam gegen das Risiko potenziell kanzeröser Zervixläsionen, falls sie bei Frauen begonnen wird, bevor sie das 21. Lebensjahr erreichen.

Die Studie untersuchte das Risiko für intraepitheliale Neoplasie der Zervix (CIN) 2, CIN3, Adenokarzinom in situ oder Krebs (CIN2+ und CIN3+) gemäß früherem HPV-Impfstatus, Alter bei der ersten Dosisverabreichung und Anzahl der Dosen; die untersuchte Population waren Frauen, die an einem groß angelegten US-amerikanischen Screeningprogramm teilnahmen.

Die Studienpopulation umfasste 4.357 CIN2+ Fälle und 21.773 passend gegenübergestellte Kontrollteilnehmerinnen, einschließlich eines Subsets bestehend aus 1.849 CIN3+ Fällen, denen per Matching 9.242 Kontrollteilnehmerinnen gegenübergestellt wurden.

Die Studie ergab ein signifikant verringertes Risiko für CIN2+ bei Frauen, die mindestens drei HPV-Impfstoffdosen erhalten hatten, wobei ihnen die erste Dosis entweder im Alter zwischen 14 und 17 Jahren (Quotenverhältnis ([RR]: 0,52; 95 %-KI: 0,36–0,74) oder im Alter zwischen 18 und 20 Jahren verabreicht wurde (RR: 0,65; 95 %-KI: 0,49–0,88). Bei CIN3+ erlaubten die Daten ähnliche Rückschlüsse.

Bei Frauen, die ihre erste HPV-Impfung erst im Alter von 21 Jahren oder darüber erhielten, zeigte sich kein signifikanter Schutz, was laut den Autoren in anderen Settings oder anhand von Frauen, die nicht alle drei Dosen erhielten, bestätigt werden müsste.

Die Studie wurde in Lancet Child and Adolescent Health veröffentlicht.