Homozygote familiäre Hypercholesterinämie: Senkung der LDL mit Evinacumab plus Höchstdosis an Statinen

  • Raal FJ & al.
  • N Engl J Med
  • 20.08.2020

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Evinacumab ergänzend zur maximalen Dosis Statine erzielte bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HoFH) einen Unterschied in Höhe von 49 Prozentpunkten beim Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) gegenüber einem leichten Anstieg in der Placebogruppe.
  • 24-Wochen-Ergebnisse aus der randomisierten ELIPSE-HoFH-Studie.

Warum das wichtig ist

  • Die Evinacumab-Behandlung in einer kleinen Open-Label-Studie der Phase II ergab eine ähnliche 49%ige Senkung gegenüber den LDL-C-Werten zur Baseline.

Wesentliche Ergebnisse

  • 43 Teilnehmer in der Evinacumab-Gruppe vs. 22 unter Placebo.
    • 94 % erhielten Statine (77 % erhielten eine hochintensive Statin-Therapie).
    • Andere Therapien umfassten PCSK9-Inhibitoren, Ezetimib und Lomitapid.
    • 63 % erhielten mindestens 3 lipidmodifizierende Medikamente.
  • In Woche 24 zeigte LDL-C:
    • in der Evinacumab-Gruppe eine Senkung um 47,1 % gegenüber der Baseline.
    • in der Placebogruppe einen Anstieg um 1,9 %.
    • Die mittlere Differenz der kleinsten Quadrate zwischen den Gruppen betrug -49,0 Prozentpunkte (95 %-KI: -65,0 bis -33,1 Prozentpunkte).
    • Der Unterschied hinsichtlich des LDL-C-Spiegels lag bei -132 mg/dl (95 %-KI: -175 bis -89 mg/dl).
  • Die Ergebnisse waren unabhängig von der Hintergrundtherapie ähnlich.
  • Die Evinacumab-Gruppe wies auch bei anderen Lipiden eine wünschenswerte Senkung auf.
  • Unerwünschte Ereignisse: 66 % mit Evinacumab, 81 % mit Placebo.
  • Anstieg des Leberenzyms: 5 % mit Evinacumab, 10 % mit Placebo.
  • Nur wenige Patienten wiesen bereits zuvor Antikörper gegen Evinacumab auf, die sich jedoch scheinbar nicht auf die Pharmakokinetik auswirkten.
  • Keine kardiovaskulären Ereignisse.

Studiendesign

  • Doppelblinde, placebokontrollierte Studie der Phase III.
  • Evinacumab-Dosis: 15 mg/kg Körpergewicht, Infusion alle 4 Wochen.
  • Finanzierung: Regeneron Pharmaceuticals.

Einschränkungen

  • Relativ kurze Studie, kleine Anzahl an Patienten.