Hohes Risiko für eine postpartale Virämie bei Frauen mit perinataler HIV-Infektion


  • Heather Mason
  • Medical News
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Jugendliche und junge Erwachsene mit perinatal erworbener HIV-Infektion haben aufgrund einer inkonsistenten langfristigen ART oft eine virologische Resistenz. Junge Frauen mit perinataler HIV-Infektion kommen ins Erwachsenenalter und werden schwanger, was Konsequenzen für die Gesundheit und das Verhalten hat. Dazu gehören riskantes Sexualverhalten, psychische Erkrankungen und Drogenmissbrauch, wob sie davon häufiger betroffen sind als HIV-exponierte, aber nicht infizierte Gleichaltrige und Gleichaltrige mit verhaltensbedingt erworbener HIV-Infektion. Ihr Risiko für eine postpartale Virämie ist hoch.

Anhand von US-Daten aus der pädiatrischen HIV/AIDS-Kohortenstudie AMP Up sollten Frauen mit erhöhtem Risiko für eine schlechte postpartale Virus-Kontrolle identifiziert werden. Die Forscher untersuchten 234 Frauen mit perinataler Infektion, berichteten das Alter beim ersten Sexualkontakt und evaluierten die Anamnese zum heterosexuellen vaginalen Geschlechtsverkehr.

Die Viruslast erhöhte sich nach 104 Lebendgeburten in den ersten 12 Wochen um 0,7 log10 Kopien pro ml (95% CI 0,5 bis 1,0) und stabilisierte sich innerhalb von 13 Wochen bis 1 Jahr  (Anstieg –0,01 log10 Kopien pro ml, 95% CI –0,3 bis 0,3). Der Verlauf der Viruslast blieb nach spontanen oder elektiven Aborten

Nach der Geburt wurden drei Gruppen definiert: eine Gruppe mit anhaltender Virus-Suppression (30%), eine mit erneuter Virämie (53%) und eine mit persistierender Virämie (17%).

Jüngeres Alter bei der Empfängnis, Virämie vor der Empfängnis und Immunsuppression vor der Empfängnis sind alle mit einer erneuten und anhaltender postpartaler Virämie verbunden. Die. betroffenen jungen Menschen sind mit einer lebenslangen chronischen Erkrankung, dem damit verbundenen Stigma und den gesundheitlichen Konsequenzen konfrontiert. 

Die postpartale ART-Adhärenz bei jungen Erwachsenen mit perinatal erworbener HIV-Infektion muss besser verstanden werden. Gute Adhärenz bei der antiretroviralen Therapie ist für die Versorgung von Frauen mit HIV in den USA von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Frauen mit perinatal erworbener HIV-Infektion.