Hoher CRP: ein Marker für Depression bei metastatischem Lungenkrebs

  • McFarland DC & al.
  • Cancer
  • 06.12.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • C-reaktives Protein (CRP), ein Messparameter für Entzündung, ist bei Patienten mit Lungenkrebs ein starker Prädiktor für eine klinisch signifikante Depression.
  • Patienten mit mittlerer oder starker Entzündung leiden eher an einer Depression.

Warum das wichtig ist

  • Lungenkrebs hat mit 16 % bis 29 % 1 der höchsten Raten von komorbider Depression unter allen Arten von Krebs.
  • Die Entzündung ist sowohl bei Lungenkrebs als auch bei Depression erhöht.

Studiendesign

  • 109 Patienten, die sich wegen Lungenkrebs im Stadium IV einer Behandlung unterziehen.
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • 71,8 % hatten ein nichtkleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) vom Typ Adenokarzinom, 6,4 % NSCLC vom Typ Plattenepithelkarzinom und 16,5 % ein kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC); die übrigen Fälle waren nicht spezifiziert.
  • 23,9 % gesamt wiesen klinisch signifikante Depressivsymptome auf.
  • Laut einer multiplen Regressionsanalyse war nur CRP (log-transformiert) signifikant mit einer Depression assoziiert (aR2: 0,23; p = 0,001).
  • Nach einer linearen Regressionsanalyse war CRP ein Prädiktor für ca. 20 % der Variabilität der Depression (aR2: 0,2; p = 0,001). Patienten mit klinisch signifikanten Depression-Scores hatten höhere mediane CRP-Spiegel (3,4 vs. 1,3 mg/ml; p = 0,003) und erhielten mit höherer Wahrscheinlichkeit spätere Therapielinien (p = 0,24).
  • Unter den Patienten mit Depression hatten 76,9 % einen CRP-Spiegel von ≥ 1 mg/ml und 50 % von ≥ 3 mg/ml.
  • Nur 7 der Patienten mit klinisch signifikanter Depression erhielten Antidepressiva.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.