Höheres Risiko für kardiometabolische Erkrankungen bei Patienten mit Tourette-Syndrom


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Die Ergebnisse einer neuen Studie ließen Forscher zu sorgfältiger Überwachung der kardiovaskulären Gesundheit bei Patienten mit Tourette-Syndrom (TS) oder chronischer Tic-Störung (CTD) aufrufen. Die in JAMA Neurology veröffentlichte Studie ergab, dass für Patienten mit TS und CTD verglichen mit der Allgemeinbevölkerung und Geschwister-Kontrollpersonen ein höheres Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Erkrankungen bestand. 

Die populationsbasierte Längsschnitt-Kohortenstudie umfasste 14.045.026 in Schweden lebende Personen zwischen 1. Januar 1973 und 31. Dezember 2013. Von diesen hatten 7.804 Personen eine registrierte Diagnose von TS oder CTS in fachärztlicher Betreuung. 

Die Studie ergab, dass bei Personen mit TS oder CTD verglichen mit der Allgemeinbevölkerung ein fast doppelt so hohes Risiko für jegliche kardiometabolische Erkrankungen bestand (nach Geschlecht und Geburtsjahr adjustierte Hazard-Ratio [aHR]: 1,99; 95 %-KI: 1,90–2,09), sowie ein höheres Risiko als bei Geschwister-Kontrollpersonen (aHR für jegliche Erkrankung: 1,37; 95 %-KI: 1,24–1,51). 

Der Ausschluss von Personen mit komorbider Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung reduzierte die Risiken, hob sie aber nicht auf.  

„Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit einer sorgfältigen lebenslangen Überwachung der kardiometabolischen Gesundheit bei Patienten mit TS oder CTD, insbesondere bei solchen mit komorbider Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung“, sagten die Autoren.