Hodgkin-Lymphom: Auf PET-Zwischenbefunden basierende Therapie verbessert Verträglichkeit

  • Casasnovas RO, et al.
  • Lancet Oncol
  • 15.01.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit neu diagnostiziertem Hodgkin-Lymphom (HL) war eine auf PET-Befunden basierende Behandlung nach 2 Zyklen einer BEACOPPeskalierten Chemotherapie (Bleomycin, Etoposid, Doxorubicin, Cyclophosphamid, Vincristin, Procarbazin und Prednison in höherer Dosierung) der BEACOPPeskalierten Standardtherapie nicht unterlegen und ermöglichte bei geeigneten Patienten gleichzeitig eine Herunterdosierung zur Verbesserung der Verträglichkeit.

Warum das wichtig ist

  • Die Verträglichkeit von BEACOPPeskaliert nimmt mit der Anzahl verabreichter Zyklen ab.

Studiendesign

  • Randomisierte Phase-III-Studie zur Untersuchung von Standard-BEACOPPeskaliert (n = 413) vs. PET-basierte Therapie (n = 410) bei Patienten, die neu mit Hodgkin-Lymphom diagnostiziert wurden.
  • Alle Patienten erhielten 2 Zyklen BEACOPPeskaliert vor einer PET.
    • Patienten unter Standardtherapie erhielten 4 Zyklen BEACOPPeskaliert, unabhängig von den PET-Befunden.
    • In der PET-basierten Gruppe erhielten Patienten mit positiven Scans 2 weitere Zyklen von BEACOPPeskaliert. Die mit negativen Scans wurden für die letzten 2 Zyklen der Induktionstherapie auf ABVD (Doxorubicin, Bleomycin, Vinblastin und Dacarbazin) umgestellt.
  • Finanzierung: Programme Hospitalier de Recherche Clinique.

Wesentliche Ergebnisse

  • Folgende Raten ergaben sich für die Intention-to-Treat-Population:
    • 86,2 % (95 %-KI: 81,6–89,8 %) 5-jähriges progressionsfreies Überleben (PFS) mit der Standardtherapie vs. 85,7 % (95 %-KI: 81,4–89,1 %) mit der PET-basierten Therapie (HR: 1,084; 95 %-KI: 0,737–1,596; p = 0,65).
  • 47 % der Patienten in der Standardtherapiegruppe erlitten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (UE) vs. 28 % in der PET-basierten Therapie.

Einschränkungen

  • Breite vordefinierte Nichtunterlegenheitsgrenze von 10 % für das PFS.