Hochgradiger Prostatakrebs: Zusatznutzen mit Radiotherapie des gesamten Beckens bei externer Radiotherapie plus Brachytherapie

  • Sandler KA & al.
  • Eur Urol
  • 13.04.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Radiotherapie des gesamten Beckens (WPRT) verbesserte bei Patienten mit Prostatakrebs (PCa) und hohem Gleason-Grad, die eine externe Strahlentherapie (EBRT) plus Brachytherapie (BT) erhalten hatten, das biochemisch rezidivfreie Überleben (bRFS), nicht aber bei Patienten, die nur mit einer EBRT behandelt wurden.
  • Die WPRT verbesserte weder das fernmetastasenfreie Überleben (DMFS), noch das PCa-spezifische Überleben (PCSS).

Warum das wichtig ist

  • Es sind weitere Studien zur Optimierung der WPRT erforderlich, unter anderem mit Einsatz von radiosensitiveren Wirkstoffen für eine Androgenedeprivationstherapie und/oder fortschrittlicheren Bildgebungsverfahren zur Erkennung von okkulten Knotenmetastasen.

Studiendesign

  • Studie mit 1.170 Patienten mit PCa vom Gleason-Grad 5, die zwischen 2000 und 2013 eine EBRT (n = 734) oder EBRT + BT (n = 436) erhalten hatten.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 41 % der Patienten in der EBRT-Gruppe und 73 % in der EBRT + BT-Gruppe erhielten eine WPRT.
  • Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 5,6 Jahre.
  • Eine WPRT verbesserte das bRFS bei mit EBRT + BT behandelten Patienten signifikant (HR: 0,5; p = 0,02), nicht aber bei mit EBRT behandelten Patienten (HR: 0,8; p = 0,4).
  • Bei Patienten, die eine WPRT erhalten hatten, wurde kein signifikanter Unterschied im DMFS oder PCSS beobachtet:
    • EBRT-Gruppe: HR: 1,1 (p = 0,8) bzw. 0,7 (p = 0,1).
    • EBRT + RT-Gruppe: HR: 0,6 (p = 0,2) bzw. 0,5 (p = 0,1).

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.