Hochdosis-Chemo bei Brustkrebs: Follow-up über 20 Jahre ergibt komplexes Vermächtnis

  • JAMA Oncol
  • 04.02.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • 20 Jahre Follow-up einer Hochdosis-Chemotherapie (HDCT) bei Brustkrebs mit ≥4 positiven Lymphknoten zeigt keinen OS-Vorteil außer für eine Subgruppe mit ≥10 Lymphknoten.
  • Es wurde kein Vorteil beim triple-negativen Brustkrebs (TNBC) festgestellt.
  • Diese Phase 3-Studie verglich HDCT + autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation mit Chemotherapie in herkömmlicher Dosierung (CDCT).

Warum das wichtig ist

  • Dies ist die größte derartige randomisierte kontrollierte Studie mit der längsten Nachbeobachtung.

Studiendesign

  • 20-jähriges Follow-up einer holländischen Studie mit 885 Patienten
  • 4 Zyklen einer Chemo mit der gleichen Dosis wie CDCT, der 5. Zyklus der HDCT-Gruppe enthielt jedoch Cyclophosphamid 6000 mg/m2, Thiotepa 480 mg/m2 und Carboplatin 1600 mg/m2; gefolgt von einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein OS-Anstieg unter HDCT:
    • 41,5% unter CDCT vs. 45,3% unter HDCT.
    • HR: 0,89 (95% KI 0,75-1,06).
  • Die Subgruppe mit  ≥10 ALN hatte eine absolute Verbesserung von 14,6%.
    • HR: 0,72 (95% KI 0,54-0,95).
  • Die Subgruppe mit TNBC hatte eine nicht-signifikante absolute Verbesserung von 15,4%.
    • HR: 0,67 (95% KI 0,42-1,05).
  • Zwischen den Gruppen zeigte sich kein Unterschied bei sekundären malignen Neoplasien oder größeren kardiovaskulären Ereignissen.
  • Die HDCT-Gruppe hatte häufiger Hypertonie, Hypercholesterinämie und Arhythmien.

Einschränkungen

  • Die aktuell verwendete CDCT unterscheidet sich von der Version in dieser Studie.