HNSCC mit erhöhtem Risiko für sekundäre Primärtumore verknüpft

  • Adjei Boakye E & al.
  • JAMA Otolaryngol Head Neck Surg
  • 19.07.2018

  • von Brian Richardson, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine populationsbasierte Studie deutet darauf hin, dass Patienten mit Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich (HNSCC) ein erhöhtes Risiko für zweite primäre bösartige Neubildungen (SPMN) tragen, vor allem Patienten mit HPV-negativem Status.

Warum das wichtig ist

  • Eine große populationsbasierte Studie spricht dafür, dass Patienten mit HNSCC einem frühen Screening auf SPMN unterzogen werden sollten.

Wesentliche Ergebnisse

  • 12,3 % der Patienten mit HNSCC entwickelten SPMN.
  • Das standardisierte Inzidenzverhältnis (SIR) für die Bildung von SPMN bei allen Patienten mit HNSCC betrug 2,07 (95 %-KI: 2,04–2,11).
  • Patienten mit nicht-HPV-assoziiertem HNSCC trugen ein höheres SPMN-Risiko als Patienten mit HPV-assoziiertem HNSCC (SIR: 2,28 [95 %-KI: 2,23–2,32] vs. 1,98 [95 %-KI: 1,91–2,04]).
  • Das SIR für einen zweiten soliden Tumor irgendwo war am höchsten bei Patienten mit einem ersten Tumor am Hypopharynx (SIR: 3,05; 95 %-KI: 2,81–3,29) und am niedrigsten mit einem Ersttumor am Oropharynx (SIR: 1,98; 95 %-KI: 1,91–2,04).

Studiendesign

  • 109.512 Patienten mit HNSCC aus dem SEER(Surveillance, Epidemiology, and End Results)-Register wurden auf das Risiko für SPMN und Wechselwirkung mit dem HPV-Status analysiert.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie einer großen Datenbank.