HIV-Stamm des Spenders beim HIV-positiven Nieren-Empfänger entdeckt


  • Heather Mason
  • Medical News
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Das HIV Organ Policy Equity (HOPE) -Gesetz ermöglicht HIV-positiven Personen, Organe von HIV-positiven Spendern anzunehmen.

Diese Fallstudie berichtete über einen 61-jährigen Empfänger mit einer polyzystischen Nierenerkrankung ART,  bei dem die Viruslast supprimiert war und die Zahl der CD4 + Zellen normal. Die transplantierte Niere stammte von einem gestorbenen HIV-positiven Spender mit einer Viruslast von 183.326 Kopien pro Milliliter (ml). Es wurden eine Virussequenzierung aus den Urin- und peripheren Blutproben sowohl des Spenders als auch des Empfängers sowie eine Biopsie der Spenderniere durchgeführt.

Aus Urin- und Blutproben des Empfängers wurden bis zu 16 Tage nach der Transplantation vom Spender abgeleitete HIV-Sequenzen vermehrt; zu späteren Zeitpunkten waren sie jedoch nicht mehr nachweisbar.

HIV-Hüllsequenzen wurden aus Nierenepithelzellen vermehrt, die aus dem  Empfänger-Urin kultiviert wurden, und zwar vor und nach der Transplantation, nach 12 Stunden sowie nach 9 Tagen. Die 12-Stunden-Probe enthielt 10 Sequenzen, von denen 4 dem Empfängerstamm und 6 dem Spenderstamm entsprachen. Nach 9 Tagen wurden 6 Sequenzen von den renalen Zellen abgeleitet; alle entsprachen dem HIV-Stamm des Empfängers.

Die HIV-Stämme sowohl des Spenders als auch des Empfängers waren für die ART des Empfängers empfindlich.

Ein Virus-Blip (75 Kopien/ml) 42 Tage nach der Transplantation ergab, dass nur der Virusstamm des Empfängers vermehrt werden konnte.

Kernbotschaften:

  • Vorhandensein einer Infektion in Regalen Epithelzellen sowohl in den nativen Nieren (die nicht entfernt wurden) als auch in der transplantierten Niere.
  • Von Nierenzellen abgeleitete Sequenzen standen in enger Beziehung zu den aus zellfreier RNA im Urin vermehrten Sequenzen, was die Rolle von Nierenepithelzellen als Virusquelle unterstützt.
  • Längsschnittproben liefern wichtige Einblicke in die Virus-Dynamik.
  • Eine HIV-Infektion verbaler Epithelzellen könnte das langfristige Überleben von Allotransplantaten beeinträchtigen.