HIV-positive Kinder benötigen optimale antiretrovirale Formulierungen


  • Daniela Ovadia — Agenzia Zoe
  • Medical News
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Kernbotschaften

  • Die PADO-Gruppe bestätigte die essentielle Rolle von fixen Dosis-Kombinationen von Darunavir mit Ritonavir als Booster und von Formulierungen mit Dolutegravir und Tenofovir-Alafenamid, zudem hob sie die Bedeutung von langwirksamen oder Extended-Release-Produkten für HIV-infizierte Kinder hervor.
  • Um sicherzustellen, dass die weltweiten Ziele der HIV-Therapie erreicht werden, sind Identifizierung sowie leichter Zugang zu optimalen Formulierungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie für schwangere und stillende Frauen notwendig.

Während ihres vierten Treffens befasste sich die PADO-Gruppe, im Dezember 2018 von der WHO einberufen, mit den zunehmenden wissenschaftlichen Befunden zur ART für Kinder, um die pharmazeutische Industrie und interessierte Stakeholder über die Formulierungen zu informieren, die in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen am meisten benötigt werden. 

Zeitgleich wurden spezifische Themen der pädiatrischen Therapie (zum Beispiel Pharmakokinetik und Sicherheit bei Neugeborenen, mögliche Wirkstoff-Wechselwirkungen und Arzneimittel-Last bei Kindern) diskutiert; dies galt auch für schwangere und stillende Frauen, die in der Regel von klinischen Studien ausgeschlossen werden und dringend neue antiretrovirale Wirkstoffe brauchen. Zeitgleich wurden spezifische Themen der pädiatrischen Therapie (zum Beispiel Pharmakokinetik und Sicherheit bei Neugeborenen, mögliche Wirkstoff-Wechselwirkungen und Arzneimittel-Last bei Kindern) diskutiert; dies galt auch für schwangere und stillende Frauen, die in der Regel von klinischen Studien ausgeschlossen werden und dringend neue antiretrovirale Wirkstoffe brauchen.

In der aktualisierten Liste der vorrangigen ART-Formulierungen bestätigte die PADO-Gruppe die essentielle Rolle von Fixkombinationen von Darunavir mit Ritonavir und von Formulierungen mit Dolutegravir und Tenofovir-Alafenamid.

Darüber hinaus stellte die Gruppe fest, dass es noch Bedarf an pädiatrischen Formulierungen für die Behandlung von HIV-assoziierten Infektionen (etwa Tuberkulose oder Kryptokokken-Meningitis) gibt.

Die PADO-Gruppe richtete ihr Augenmerk zudem auf mehrere vielversprechende Produkte und Technologien, die derzeit noch erprobt werden. Vor allem langwirksame oder ER-Produkte (parenterale oder orale Darreichungsformen) könnten mehrere Vorteile für die neonatale Prophylaxe und die Versorgung Jugendlicher haben. Die PADO-Gruppe beobachtet aufmerksam, wie HIV-positive Heranwachsende versorgt werden, für die eine Harmonisierung der Medikation mit Kindern und Erwachsenen ganz entscheidend ist, um sie erfolgreich zu behandeln.

Der PADO-Gruppe zufolge erhielten 2018 mehr als ein Drittel der HIV-positiven Kinder suboptimale Therapie-Regime und Formulierungen, obwohl es beträchtliche Fortschritte bei der Optimierung der Therapie-Regime für Erwachsene gibt. „Ohne kontinuierlichen Fokus auf Identifizierung, Priorisierung und Sicherstellung des Zugangs zu optimalen Formulierungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche werden die weltweiten Ziele der HIV-Therapie nicht erreicht“, so das Fazit der Autoren.