HIV Glasgow 2020 — HIV und Pädiatrie


  • Allison Kirsop
  • Conference Reports
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Die Anzahl der mit HIV geborenen Kinder nimmt ab.1 Auf weltweiter Ebene lag die Übertragungsrate jedoch nach wie vor bei 12,7 % mit 160.000 Neuinfektionen im Jahr 2018, und die UNAIDS-Ziele zur Verringerung der Anzahl von Infektionen und zum Zugang zu medizinischen Behandlungen wurden nicht erreicht.1 Es gibt > 15 Millionen derzeit nicht infizierte, HIV/antiretroviral(ART)-exponierte Kinder, die sich mit Problemen bei der Immunfunktion, dem Lipidstoffwechsel, der Ernährung und der Neuroentwicklung präsentieren und eine Nachbeobachtung benötigen. In Ländern mit hohen Übertragungsraten ereignen sich 50 % der Infektionen während des Stillens, nicht nur während der Schwangerschaft und der Entbindung, und eine Analyse der Lücken kann nützlich sein, um die Bereiche zu identifizieren, in denen Verbesserungen zur Eliminierung der Übertragungsraten durchgeführt werden können.2

Zu den therapeutischen Strategien gehören die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) während der Schwangerschaft und während des Stillens zum Schutz HIV-negativer Personen und eine ART zur Behandlung von Personen mit HIV. Derzeit sind jedoch nur sehr wenige PrEP-Wirkstoffe für Säuglinge verfügbar. Es ist wichtig, dass Frauen während der Schwangerschaft und postpartal Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten über die orale ART hinaus haben und an klinischen Studien teilnehmen können. Neuere Optionen können lang wirksame injizierbare oder breit neutralisierende Antikörper umfassen, die Säuglinge während der Schwangerschaft und dem Stillen schützen könnten.3

Es ist wichtig, das Virusreservoir zu reduzieren, indem Säuglinge so bald wie möglich auf eine ART gesetzt werden.4 Eine kürzliche Studie zeigte, dass das 12-monatige Ergebnis für Säuglinge schlecht sein kann, selbst bei schnelleren diagnostischen Tests, wobei nur 25 % leben, sich in Versorgung befinden und unter Virussuppression stehen.5 Die Einleitung und Aufrechterhaltung der Behandlung sind entscheidend.

Bessere ART-Formulierungen und eine bessere ART-Dosierung für Säuglinge und Kleinkinder sind erforderlich, da die Optionen für Kinder im Alter von 6 Ergebnisse von Studien mit niedrigdosiertem Bictegravir, Emtricitabin und Tenofovir alafenamid (B/F/TAF) bei Kindern im Alter von > 2 Jahren und > 14 kg zeigen sich vielversprechend.7, 8