Hirsutismus: neue Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Die Endocrine Society hat ihre klinische Praxisleitlinie zu Hirsutismus bei prämenopausalen Frauen aktualisiert.

Sie empfiehlt Tests auf einen erhöhten Androgenspiegel bei allen Frauen mit auffälligen Hirsutismusscores, spricht sich aber bei Nichtvorliegen eines auffälligen Scores gegen Tests aus. Hyperandrogenämische Frauen mit Amenorrhö oder unregelmäßiger Menses sollten auf nicht-klassische kongenitale adrenale Hyperplasie (NCCAH) aufgrund von 21-Hydroxylasemangel untersucht werden, indem der frühmorgendliche 17-Hydroxyprogesteronspiegel in der follikulären Phase oder an einem zufälligen Tag gemessen wird.

Für die meisten Frauen mit subjektiv als bedeutend empfundenem Hirsutismus trotz kosmetischer Maßnahmen liegt die Empfehlung darin, eine pharmakologische Therapie zu beginnen und um direkte Haarentfernungsmethoden wie Elektrolyse und Photoepilation zu ergänzen. Für Frauen mit leichtem Hirsutismus und keinem Hinweis auf eine endokrine Störung wird zu direkten Haarentfernungsmethoden oder oralen, kombinierten Östrogen-Progestin-Kontrazeptiva geraten, bei Ergänzung eines Antiandrogens nach sechs Monaten im Falle eines suboptimalen Ansprechens. Bei Frauen mit erhöhtem Risiko für venöse Thromboembolie sollte die anfängliche Therapie ein orales Kontrazeptivum sein, das die niedrigste effektive Dosis Ethinylestradiol und Progestin mit geringem Risiko enthält. Die Gesellschaft rät von der Anwendung insulinsenkender Medikamente ab. Für die meisten Frauen, die sich für eine Haarentfernungstherapie entscheiden, wird Laser-/Photoepilation empfohlen.

Die neue Leitlinie wurde im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (JCEM) veröffentlicht.