Hirntumoren im Kindesalter: aktuelle Fortschritte in der Immuntherapie

  • Wang SS & al.
  • Trends Immunol
  • 19.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Diese Datenauswertung konzentriert sich auf jüngste Fortschritte der Checkpoint-Inhibition, der T-Zelltherapie mit dem chimären Antigenrezeptor (CAR-T) und der Impfstofftherapie bei Kindern mit hochgradigem Gliom (HGG).

Warum das wichtig ist

  • Hirntumoren sind die häufigsten pädiatrischen soliden Tumoren und stellen die Hauptursache für krebsbezogene Mortalität bei Kindern dar.

Wesentliche Höhepunkte

  • Immun-Checkpoint-Inhibition:
    • Bei Hirntumoren ohne Keimbahn-Hypermutationssyndrome haben Checkpoint-Inhibitoren keine Wirksamkeit gezeigt.
    • In Studien wurde eine Stabilisierung der Erkrankung mit Checkpoint-Inhibition gemeldet, meist in Kombination mit zusätzlichen Therapien.
  • CAR-T-Zelltherapie:
    • Studien umfassten weitgehend erwachsene Patienten mit Glioblastoma multiforme (GBM); 1 Studie beinhaltete eine kleine Untergruppe pädiatrischer Patienten.
    • Das Risiko-Nutzen-Verhältnis muss sorgfältig abgewogen werden.
  • Therapeutische Impfstoffe:
    • Mehrere Impfstoffe haben vielversprechende Ergebnisse in präklinischen Studien gezeigt; diese wurden jedoch noch nicht in einem klinischen Setting umgesetzt.
    • Eine Phase-I-Studie mit Rindopepimut bei Kindern mit diffusem Gliom in der Mittellinie des Gehirns (DMG) wurde aufgrund schleppender Rekrutierung beendet.
    • Die Anvisierung der Treibermutationen im Histon-H3-Gen H3F3A hat sich in präklinischen Studien bei DMG als vielversprechend erwiesen.
  • Blut-Hirn-Schranke (BHS):
    • Eine partielle Wirksamkeit der Checkpoint-Inhibitoren Ipilimumab und Pembrolizumab bei Hirnmetastasen bei Melanom oder nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) deutet darauf hin, dass diese die BHS durchdringen können, wenn das Gehirn erkrankt ist.