Hirnschaden bei ertrunkenem Kleinkind behoben


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Vermutlich erstmals in der Weltgeschichte berichten US-Ärzte von einem Fall der Behebung eines Hirnschadens bei einem zweijährigen Kind, das nach dem Ertrinken in kaltem Wasser einen Herzstillstand erlitt.

Im Februar 2016 lief das Kind in den Familien-Swimmingpool und war bis zu 15 Minuten lang in 5 °C kaltes Wasser untergetaucht. Vier Tage nach dem Vorfall zeigte eine MRT eine tiefe Verletzung der grauen Substanz. Hirnatrophie und Verlust von grauer und weißer Substanz wurden an Tag 32 beobachtet. Sie wurde an Tag 35 nach Hause entlassen. Sie zeigte keine Reaktion auf jegliche Stimuli, war immobil, mit den Beinen zu ihrer Brust gezogen und ständigem sich Winden und Kopfschütteln.

Ab Tag 56 wurde normobarer Sauerstoff zweimal täglich verabreicht. Eine hyperbare Sauerstoffbehandlung (HBOT) wurde ab Tag 79 begonnen. Bei ihrer Vorstellung des Falles in der Zeitschrift Medical Gas Research sagen die Autoren, neurologische Verbesserungen wurden bei Einleitung jeder Therapie beobachtet. Nach der HBOT verfügte die Patientin über normale Sprache und Kognition und konnte mit Unterstützung gehen, wobei residuale feinmotorische und Temperamentdefizite bestanden. Eine MRT 27 Tage nach der HBOT zeigte eine Beinahe-Normalisierung der Ventrikel und eine Aufhebung der Atrophie.

Die Autoren begründen die „erstaunliche Gewebenachbildung“ damit, dass sie frühzeitig bei einem wachsenden Kind intervenieren konnten, vor einer langfristigen Gewebedegeneration.