Hirnmetastasen durch HER2+ BCa: Neratinib + Capecitabin in TBCRC 022 wirksam

  • Freedman RA & al.
  • J Clin Oncol
  • 12.03.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Neratinib plus Capecitabin ist bei Patientinnen mit HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2)-positivem Brustkrebs mit Metastasen (mBCa), die entweder vorher Lapatinib erhalten hatten oder nicht, mit einer objektiven Ansprechrate von 33 % bis 49 % wirksam gegen Hirnmetastasen.

Warum das wichtig ist

  • Bis zu 50 % der Patientinnen mit HER2+ mBCa entwickeln Hirnmetastasen.

Studiendesign

  • Offene Phase-II-Studie mit zwei Einzelkohorten mit HER2+ mBCa und Hirnmetastasen, die in die Studie TBCRC 022 (Eine Phase-II-Studie zu HKI-272 [Neratinib], Neratinib und Capecitabin und Ado-Trastuzumab-Emtansin für Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs und Hirnmetastasen), wobei 1 Kohorte aus Lapatinib-naiven Patientinnen (n = 37) und die andere aus Lapatibin-erfahrenen Patientinnen (n = 12) bestand. Beide Kohorten erhielten einmal täglich oral 240 mg Neratinib, plus 750 mg/m2Capecitabin, 2x/täglich für 14 Tage, dann 7 Tage Pause.
  • Eine erfolgreiche ORR war definiert als Reduktion von ≥ 50 % der Summe des Zielvolumens der Läsionen im Zentralnervensystem (ZNS) ohne Progression der nicht anvisierten Läsionen, ohne neue Läsionen, ohne Eskalation von Steroiden, ohne progrediente neurologische Anzeichen oder Symptome oder Progression im ZNS.
  • Finanzierung: Puma Biotechnology; mehrere Stiftungen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Lapatinib-naive Patientinnen: ORR: 49 % (95 %-KI: 32 %–66 %); medianes progressionsfreies Überleben (PFS): 5,5 Monate; medianes Gesamtüberleben (OS): 13,3 Monate.
  • Lapatinib-erfahrene Patientinnen: ORR: 33 % (95 %-KI: 10 %–65 %); medianes PFS: 3,1 Monate; medianes OS: 15,1 Monate.
  • Die häufigste Toxizität war Diarrhö (29 %), trotz Prophylaxe.

Einschränkungen

  • Offene Beobachtungsstudiendesigns.