Hepatozelluläres Karzinom: ESMO aktualisiert Leitlinie zur Behandlung


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) hat eine aktualisierte Leitlinie zur Behandlung des hepatozellulären Karzinoms (HCC) herausgebracht.

Laut diesem neuen elektronisch verfügbaren Update wurde Lenvatinib jetzt von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen und hat eine Sorafenib nichtunterlegene Wirksamkeit demonstriert. Es kann als Erstbehandlung bei Patienten mit fortgeschrittenem HCC ohne Invasion der Pfortader und mit einem ECOG Performance-Status (ECOG-PS) von 0–1 in Erwägung gezogen werden.

Regorafenib bleibt weiterhin der Versorgungsstandard für Patienten mit fortgeschrittenem HCC, die Sorafenib vertrugen, aber progredient sind. Es wird bei Patienten mit gut erhaltender Leberfunktion und einem ECOG-PS von 0–1 empfohlen.

Cabozantinib, hingegen, das 2018 zu Jahresende eine EMA-Zulassung erhielt, kann jetzt für Patienten mit Krankheitsprogression nach einer oder zwei systemischen Therapien mit einer gut erhaltenen Leberfunktion und einem ECOG-PS von 0–1 in Erwägung gezogen werden.

Vorbehaltlich der EMA-Zulassung empfiehlt die ESMO außerdem die Berücksichtigung von Ramucirumab als Zweitlinienbehandlung bei Patienten mit einem Alphafetoprotein (AFP) zur Baseline von ≥ 400 ng/ml, gut erhaltener Leberfunktion und einem ECOG-PS von 0–1.

Die neuen Empfehlungen sind ein Update der Leitlinien von 2018 für hepatozelluläres Karzinom: ESMO-Leitlinien zur klinischen Praxis für Diagnose, Behandlung und Nachbeobachtung.