Hebammenvorschlag: Terminservicestelle für Schwangere

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Berlin (pag) – Bei Anruf Geburtshilfe: Der Deutsche Hebammenverband (DHV) schlägt eine Terminservicestelle vor, über die Schwangere zu Geburtshelferinnen und Entbindungspflegern vermittelt werden. Dieser Vorschlag ist Thema bei der zweiten öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses zum geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG).

Bisweilen riefen Schwangere erfolglos bei mehr als einem Dutzend Hebammen für eine Betreuung an, schildert Ursula Jahn-Zöhrens vom DHV. Das sei nicht nur für die betroffenen Frauen traurig, sondern auch für die Hebammen selbst. „Eine große Entlastung wäre es, wenn man eine Vermittlungsstelle einsetzt“, schlägt sie vor. Regional gebe es solche Stellen bereits. Ausgangspunkt dieses Themas ist ein Änderungsantrag der Regierung: Dem GKV-Spitzenverband (GKV-SV) werde die Aufgabe übertragen, Versicherte auf Verlangen über zugelassene Hebammen in einer sogenannten Vetragspartnerliste zu informieren. „Wir lehnen den Änderungsantrag der Koalition nicht ab“, sagt Jahn-Zöhrens. Doch das Problem allein werde diese Maßnahme nicht lösen. GKV-SV-Chefin Dr. Doris Pfeiffer steht der Terminservicestelle für Schwangere skeptisch gegenüber. Es widerspreche der freien Hebammenwahl. Auch seien der Aufbau und der Betrieb der Terminservicestellen mit Kosten verbunden, ebenso wie die Forderung der Hebammen für diese Vermittlungsstellen „Vergütungsanreize“ zu bekommen.

Die Terminservicestelle ist nicht die einzige Forderung des DHV. Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer überreicht Dr. Thomas Gebhart, Parlamentarischer Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz. Der Verband fordert darin unter anderem ein Hebammen-Sonderstellenprogramm für mehr Personal, eine bessere ambulante Notfallversorgung sowie Maßnahmen für ein gutes Fehlermanagement und bessere interprofessionelle Zusammenarbeit im Kreißsaal.

Die Eckpunkte finden Sie hier:

Eckpunkte Geburtshilfe-Stärkungsgesetz