HCV-Infektionen in Norwegen: Mehrgleisiger Ansatz notwendig, um WHO-Ziele zu erreichen

  • Wisløff T & al.
  • J Viral Hepat
  • 06.04.2018

  • aus Yael Waknine
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Mehrgleisige Ansätze sind kostengünstig, um die Umsetzung der HCV-Behandlung zu verbessern und neue Infektionen bei Norwegern zu senken, die Drogen injizieren (PWID).
  • Kombinationsstrategien sind notwendig, um die für 2020 gesetzten WHO-Ziele zur Eradikation zu erreichen.

Warum das wichtig ist

  • In Norwegen beschränkten die Behandlungsrichtlinien 2016 die Anwendung von direkt wirkenden Antiviralia (DAA) auf Patienten mit moderater oder fortgeschrittener Fibrose.
  • Die aktuelle Abdeckung durch opioidgestützte Substitutionstherapien (OST) sowie Nadel- und Spritzenprogramme (NSP) bleibt suboptimal.

Studiendesign

  • Zur Analyse der Auswirkung der Screening-Initiativen (Screening in Fachkliniken vs. beim Hausarzt) und gezielter Interventionen (verstärkter Einsatz von OST, NSP oder beider Strategien) auf die Inzidenz neuer HCV-Infektionen bei PWID in Norwegen wurde ein kompartmentalisiertes Markow-Modell verwendet.
  • 700.000 NOR pro qualitätsadjustiertes Lebensjahr dienten als eine Kosteneffizienzschwelle.
  • Finanzierung: Keine.  

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Verringerung der HCV-Inzidenz durch individuelle Interventionen reichte von 55 % bis 74 %.
  • Die kostengünstigste Screening-Strategie war das Screening beim Hausarzt, während gleichzeitig die Behandlung aller Patienten ermöglicht wird. Dies führt bis 2030 zu einer geschätzten Reduktion der HCV-Inzidenz von 63 %.
  • Die Kombination eines verstärkten Einsatzes von OST und NSP war die kostengünstigste schadenssenkende Intervention. Diese führt bis 2030 zu einer geschätzten Reduktion der HCV-Inzidenz von 80 %.

Einschränkungen

  • Begrenzte randomisierte Daten zur Unterstützung des Modells.