HCV-Diagnose: Werden Kernantigentests virale RNA ersetzen?

  • van Tilborg M & al.
  • Lancet Gastroenterol Hepatol
  • 28.09.2018

  • aus Yael Waknine
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Test auf das Kernantigen des HCV bietet potenziell eine kostensparende Diagnose-Alternative zu HCV-RNA-Assays; möglicherweise wird das anhaltende virologische Ansprechen 12 Wochen nach der Therapie (SVR12) damit jedoch nicht angemessen bestimmt.

Warum das wichtig ist

  • Kosteneinsparungen für nationale Screening-Programme könnten zu einem verbesserten Zugang zu direkt wirkenden Antiviralia werden.

Studiendesign

  • Studie mit 10.006 Serumproben, die von kommerziellen Laboren in Ontario, Kanada, auf HCV-Antikörper getestet wurden.
  • Daten von 202 aufgrund einer HCV-Infektion behandelten Patienten in Deutschland, Kanada und den USA.
  • Finanzierung: Abbott Diagnostics und Toronto Centre for Liver Disease.

Wesentliche Ergebnisse

  • Screening-Studie:
    • Bei 75 der 80 HCV-RNA+ Proben fiel der Test auch positiv auf das Kernantigen aus (Sensitivität: 94 %; 95 %-KI: 86 %–98 %); die verbleibenden 5 Proben wiesen eine geringe Virämie auf.
    • Es gab keine HCV-RNA-negativen Proben, die positiv auf das Kernantigen waren (Spezifität: 100 %; 95 %-KI: 94 %–100 %).
  • Klinische Kohorte:
    • Bei 1 % der Baseline-Proben (2/202) fiel der Test auf das HCV-Kernantigen negativ aus (HCV-RNA: 468 bzw. > 2.000.000 IE/ml).
    • Mit dem Kernantigen wurde eine gute Übereinstimmung mit der HCV-RNA 12 Wochen nach der Therapie festgestellt (r = 0,97; p 
  • Die Verwendung von Untersuchungen des HCV-Kernantigens im Vergleich zur HCV-RNA zur Bestätigung der Diagnose ergab Kosteneinsparungen von 0,29–3,70 CAD pro gescreentem Patienten, je nach der Verwendung bestätigender HCV-RNA.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.