HCC: Kombination aus Checkpoint-Inhibitor und VEGF-Inhibitor ist vielversprechend

  • Finn RS & al.
  • N Engl J Med
  • 14.05.2020

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab führte bei behandlungsnaiven Patienten mit nicht resezierbarem hepatozellulärem Karzinom (HCC) zu besseren Ergebnissen als Sorafenib.

Warum das wichtig ist

  • In Phase 3-Studien erhöhten Checkpoint-Inhibitoren allein nicht das OS.
  • Der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF), auf den Bevacizumab abzielt, wurde mit Progression verknüpft, kann aber eine Rolle bei der Immunsuppression des Tumors spielen.

Studiendesign

  • Offene, randomisierte, kontrollierte Phase 3-Studie (IMbrave150; n=501 in 17 Ländern).
  • Patienten wurden 2:1 randomisiert Atezolizumab plus Bevacizumab oder Sorafenib zugeteilt.
  • Finanzierung: F. Hoffmann-La Roche/Genentech.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittleres Follow-up war 8,6 Monate.
  • In der Atezolizumab/Bevacizumab-Gruppe verstarben weniger Patienten:
    • Stratifizierte HR für Tod: 0,58 (p
  • In der Atezolizumab/Bevacizumab-Gruppe war das PFS länger:
    • Im Mittel 6,8 vs. 4,3 Monate;
    • Stratifizierte HR für Progression oder Tod: 0,59 (p
  • Die objektive Responserate war höher in der Atezolizumab/Bevacizumab-Gruppe gemäß einer unabhängigen Untersuchung mit
    • RECIST 1.1: 27,3% vs. 11,9% (p
    • Hepatozellulär-spezifischem mRECIST: 33,2% vs. 13,3% (p
  • Eine komplette Response trat auf bei:
    • 5,5% der Atezolizumab/Bevacizumab-Gruppe.
    • 0% der Sorafenib-Gruppe.
  • Die Krankheitskontrollrate war höher in der Atezolizumab/Bevacizumab-Gruppe (73,6% vs. 55,3% unter Sorafenib).

Einschränkungen

  • Open-Label-Design.
  • Die Studienteilnehmer hatten eine erhaltene Leberfunktion und ein verringertes Risiko für Varizenblutung.