HCC-Inzidenz steigt sogar nach Heilung von Hepatitis C

  • Chen Q & al.
  • JAMA Netw Open
  • 02.11.2020

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein Modell zeigt steigende Inzidenzraten für hepatozelluläres Karzinom (HCC) bei Patienten mit virologisch ausgeheilter Hepatitis C-Virusinfektion (HCV).

Warum das wichtig ist

  • Eine routinemäßige Überwachung auf HCC sollte bei Personen mit virologisch ausgeheilter HCV stattfinden.

Studiendesign

  • Mathematisches Modell zur Simulierung von Krankheitsprogression, Screening und verschiedenen Trends bei der antiviralen Behandlung von HCV in den Vereinigten Staaten von 2012 bis 2040.
  • Finanzierung: American Cancer Society; National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei Patienten mit HCV (mit Virämie oder virologisch ausgeheilt) wird bezüglich der jährlichen Inzidenz (alle mit 95% Unsicherheitsintervallen) von HCC vorhergesagt: 
    • Eine Zunahme von geschätzten 18.000 (11.000-32.000) Fällen in 2012 auf 24.000 (18.000-31.000) in 2021.
    • Eine anschließende Abnahme auf 13.000 (11.000-16.000) Fälle in 2040.
  • Bei Personen mit virologisch ausgeheilter HCV:
    • Gab es 1000 geschätzte neue HCC-Fälle (500-2100) in 2012, die 5,3% aller neuen Fälle darstellten.
    • Wird ein Spitzenwert von 7000 (5000-9600), oder 35,0% aller neuen Fälle, für 2031 vorhergesagt.
    • Wird ein Rückgang auf 6000 (4300-8300), oder 45,8% aller neuen Fälle, bis 2040 vorhergesagt.
  • Bei Personen mit einer Zirrhose, die eine virologische Heilung erreichten, gab es 700 geschätzte HCC-Fälle (300-1700) in 2012, und einen Anstieg auf 4500 (3000-6700) in 2040.

Einschränkungen

  • Das Modell umfasste nicht den Diagnoseprozess für HCC.