Hämatologische Tumoren sind mit schwererer COVID-19-Erkrankung verknüpft

  • Lee LYW & al.
  • Lancet Oncol
  • 24.08.2020

  • von Pavankumar Kamat
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit hämatologischen Tumoren, wie etwa Leukämien, Lymphomen und Myelomen, haben häufig eine schwerere COVID-19-Erkrankung als Patienten mit soliden Organtumoren.

Warum das wichtig ist

  • Obwohl bei Krebspatienten ein schlechtes Outcome einer COVID-19-Infektion angenommen wird, könnte die Art des Tumors die Schwere der Erkrankung beeinflussen.

Studiendesign

  • Erwachsene Krebspatienten, die in die UK Coronavirus Cancer Monitoring Project (UKCCMP)-Kohorte (n=1044) eingeschlossen waren, wurden im Vereinigten Königreich mit einer Krebs-Kontrollpopulation ohne COVID-19 (n=282.878) verglichen.
  • Finanzierung: University of Birmingham; University of Oxford.

Wesentliche Ergebnisse

  • Patienten mit hämatologischen Malignomen hatten einen schwereren COVID-19-Verlauf als solche mit soliden Organtumoren (OR 1,57; P
  • Patienten mit hämatologischen Malignomen hatten ein signifikant höheres Risiko für eine COVID-19-Infektion, einschließlich Patienten mit Leukämie (OR 2,82; P
  • Nach univariater Analyse waren Prostatakrebs (OR 2,14) und Leukämie (OR 2,03) mit einem signifikant höheren Risiko für einen COVID-19-bedingten Tod verbunden.
  • Dieses Risiko war niedriger für Patienten mit Brustkrebs (OR 0,53) und gynäkologischen Krebserkrankungen (OR 0,36).
  • Nach multivariater Analyse und Anpassung für Alter und Geschlecht war lediglich Leukämie (OR 2,25; P=0,023) weiterhin signifikant mit einem höheren Risiko für einen COVID-19-bedingten Tod verbunden.

Einschränkungen

  • Patienten, die Sterbebegleitung erhielten oder in Pflegeheimen/Hospizen lebten, wurden nicht erfasst.
  • Performance Status, Patienten-Komorbiditäts-Skala oder -Index und ethnische Daten wurden nicht in multivariaten Modellen analysiert.