Hälfte der Ärzte von religiösen Überzeugungen beeinflusst


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Eine neue Studie deutet darauf hin, dass etwa die Hälfte der Ärzte in der Ausübung ihres Berufs von ihrer jeweiligen religiösen Überzeugung beeinflusst ist. 

Die in der Fachzeitschrift Medicine veröffentlichte Metaanalyse betrachtete die Prävalenz der Religiosität bei 3.342 Ärzten in 10 Stichproben aus sieben Ländern (Brasilien, Dänemark, Deutschland, Indonesien, Indien, Österreich und den USA). Es wurde auch der Einfluss des religiösen Glaubens der Ärzte auf die klinische Praxis untersucht. 

Die Analyse der religiösen Zugehörigkeiten der Ärzte zeigte ein großes Maß an Heterogenität zwischen den Stichproben. Die mittleren Scores der Religiosität waren in der europäischen Untergruppe signifikant am niedrigsten und in den asiatischen Stichproben am höchsten. 

Insgesamt stimmten etwa 50 % der Ärzte der Aussage zu: „Meine religiösen Überzeugungen beeinflussen meine medizinische Praxis“, obwohl die Heterogenität zwischen den Stichproben auch hier erheblich war. 

Die Studie ergab, dass der Anteil der europäischen Ärzte, die der Aussage zustimmten, im Vergleich zu Brasilien (36 %), den USA (57 %), Indien (58 %) und Indonesien (91 %) bei 42 % lag. 

Die Autoren schlussfolgerten, dass die „Ausbildungssysteme von derzeitigen und zukünftigen Ärzten dieses Wissen mit einbeziehen und Ärzten dabei helfen sollten, zu lernen, wie und wann diese Werte eine professionelle und patientenorientierte Versorgung unterstützen und wann nicht.“