Gutes neues Jahr ohne Sylvester-Knallerei!


  • Susanne Kressenstein
  • Medizinische Nachrichten
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„Zum Jahreswechsel: Wenn die Luft zum Schneiden ist“ heißt eine Broschüre des Umweltbundesamts im dem es vor extremen Feinstaubmengen in der Nacht zum 1. Januar warnt. Darin werden die Deutschen gebeten einen Beitrag zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht zu leisten.

Die Luft ist belastet, die Tiere sind in Panik und tausende Menschen erleiden jedes Jahr ein Knalltrauma, weil eine Rakete zu nahe an den Ohren explodiert. Silvesterknaller können das Hörvermögen empfindlich schädigen. Ein kurzer Schalldruck von 140 Dezibel reicht um das Innenohr zu schädigen. Dort werden unter anderem die empfindlichen Haarzellen geschädigt. In den meisten Fällen nur vorübergehend, manchmal jedoch dauerhaft.

Halten Taubheitsgefühl, Summen, Schwindel oder Ohrenschmerzen an, muss der Schaden eventuell mit Kortisoninfusionen behandelt werden. Experten geben folgende Empfehlungen: Nur Originalware verwenden und keine selbstgebastelten Raketen abfeuern. Raketen senkrecht schießen und Abstand halten. Dies gilt insbesondere für Kinder. Feuerwerke bis zum Ende abbrennen und die Abfälle entsorgen.

Besonders vorsichtige Experten empfehlen das Tragen von Ohrstöpseln. Am besten wäre es jedoch ganz auf Raketen und Böller zu verzichten. Das evangelische Hilfswerk ruft aktuell wieder zu „Brot statt Böller“ auf.

Laut dem Umweltbundesamt steigt die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub explosionsartig an. Am ersten Tag des neuen Jahres ist die Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein guten raketenfreien Start ins neue Jahr!