Gruppe-B-Streptokokkus verursacht jedes Jahr 147.000 Neugeborenentodesfälle


  • Dawn O'Shea
  • Medizinische Nachrichten
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Gruppe-B-Streptokokkus(GBS)-Infektionen bewirken laut den ersten umfassenden Schätzungen der globalen Belastung durch GBS jedes Jahr beinahe 150.000 Totgeburten und Säuglingstodesfälle.

Ein internationales Team mit mehr als 100 Forschern untersuchte Daten zu Lebendgeburten im Jahr 2015, um die Exposition gegenüber mütterlicher GBS-Kolonisierung, Fälle von invasiver GBS-Säuglingserkrankung und GBS-bedingte Todesfälle und Behinderungen zu schätzen.

Die in der Zeitschrift Clinical Infectious Diseases berichteten Ergebnisse besagen, dass es jedes Jahr weltweit 410.000 GBS-Fälle mit mindestens 147.000 Totgeburten und Säuglingstodesfällen gibt.

Die Zahlen besagen, dass 18 % der schwangeren Frauen das Bakterium tragen, wobei dies von 11 % in Ostasien bis zu 35 % in der Karibik reicht. Obwohl nur 13 % der Weltbevölkerung in Afrika angesiedelt sind, weist es die höchste Belastung auf, nämlich 54 % geschätzte Fälle und 65 % Totgeburten und Säuglingstodesfälle. Die Länder an oberster Stelle in puncto Zahl kolonisierter, schwangerer Frauen waren Indien, China, Nigeria, die Vereinigten Staaten und Indonesien.

Die Analyse zeigt erstmals, dass ein mütterlicher GBS-Impfstoff, der zu 80 % effektiv ist und 90 % der Frauen erreicht, potenziell 231.000 GBS-Fälle bei Säuglingen und Müttern verhindern könnte.