Grippefälle in Europa nehmen zu – Aufforderung an Länder, Impfkampagnen zu verstärken

  • European Centre for Disease Prevention and Control
  • European Centre for Disease Prevention and Control
  • 25.01.2019

  • von Priscilla Lynch
  • Univadis
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Laut Erklärung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) müssen Patienten weiterhin überzeugt werden, sich in der laufenden Saison gegen Grippe impfen zu lassen.

Die Grippeaktivität weist in Europa eine Steigerung und Verbreitung entsprechend den jährlichen Trends auf, wie die neuesten ECDC-Daten zeigen.

Bei den festgestellten Grippeinfektionen dominiert das Influenza-A-Virus, wobei Viren vom Typ A(H1N1)pdm09 häufiger auftreten als jene vom Typ A(H3N2). Es wurden nur wenige Influenza-B-Viren beobachtet.

Das ECDC meinte dazu, dass die Mehrheit der bisher definierten A(H1N1)pdm09- und A(H3N2)-Viren eine antigenische Ähnlichkeit zu den Impfstoffviren aufweist.

Die Daten lassen darauf schließen, dass sich die Mortalität jeglicher Ursache zwar im Allgemeinen auf den erwarteten Niveaus für diese Jahreszeit befindet, jedoch mehrere Länder eine übermäßige Mortalität bei älteren Bevölkerungsgruppen beobachten. 

Währenddessen hat ein anderer ECDC-Bericht, der die Grippe-Durchimpfungsraten in den Saisonen 2015–16, 2016–17 und 2017–18 (soweit verfügbar) untersuchte, ergeben, dass keiner der befragten Mitgliedsstaaten den EU-Zielwert einer 75%igen Grippe-Durchimpfungsrate bei anfälligen Bevölkerungsgruppen vorweisen konnte. 

Für die Saison 2016–17 waren die Daten zur Durchimpfungsrate bei Beschäftigten in Gesundheitsberufen von 12 Mitgliedsstaaten bekannt und lagen im Bereich zwischen 15,6 und 63,2 % (Median: 30,2 %), während die Durchimpfungsrate bei schwangeren Frauen aus neun Mitgliedsstaaten bekannt war und sich zwischen 0,5 und 58,6 % (Median: 25,0 %) bewegte.