Gezielte Biomarker-basierte Therapien fördern das Überleben beim metastasierten NSCLC

  • Arbour KC & al.
  • JAMA
  • 27.08.2019

  • von Craig Hicks
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Gezielt gegen Biomarker gerichtete Therapien sowie neuere empirische Behandlungsregime haben das Überleben von Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) verbessert.

Warum das wichtig ist

  • “Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom ist nach wie vor die Hauptursache für den Tod durch Krebs in den Vereinigten Staaten," so die Forscher. "Bis zum letzten Jahrzehnt lag die 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate von Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom unter 5%.” 

Reviewmethoden

  • Forscher überprüften englischsprachige Artikel über Ergebnisse klinischer Studien zur Behandlung von NSCLC, die den aktuellen Behandlungsstandard beeinflusst haben; des weiteren prüften sie die Leitlinien bedeutender Fachverbände.
  • Finanzielle Förderung: National Cancer Institute.

Wesentliche Beobachtungen

  • Fortschritte in der gezielten Biomarker-basierten Therapie haben das 5-Jahres-OS bei Patienten mit hoher programmed death-ligand 1 (PD-L1)-Expression um mehr als 20% verbessert, und bei Patienten mit ALK-positiven Tumoren um mehr als 35%.
  • Alle Patienten mit metastasiertem NSCLC sollten sich einer molekularen Testung auf PD-L1-Proteinexpression und Mutationen unterziehen, um die Auswahl systemischer Therapien zu erleichtern. 
  • Etwa 30% der Patienten mit NSCLC haben molekulare Mutationen, die das Ansprechen auf die Behandlung vorhersagen; Therapien, die auf solche Mutationen zielen, verbessern das PFS stärker als eine zytotoxische Chemotherapie.
  • Patienten ohne angezielte Mutationen können von Immuncheckpoint-Inhibitoren profitieren, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit einer Chemotherapie.