Gesundheitsministerium weitet Präventivtests aus

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Berlin (pag) – Anderthalb Monate nach der letzten Änderung überarbeitet das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Corona-Testverordnung ein weiteres Mal. Die neue Fassung erlaubt die Ausweitung präventiver Tests in Gesundheitseinrichtungen und schließt die Kostenübernahme für Reisende aus.

 

Bislang besteht für symptomfreie Einreisende aus Risikogebieten der Anspruch auf eine Corona-Testung zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise. Dieser Passus wird nun ersatzlos gestrichen. Ab 1. Dezember müssen die betreffenden Personen somit selbst für entstehende Testkosten aufkommen, geht aus dem Referentenentwurf zur neuen Testverordnung hervor. Dagegen werden an anderer Stelle die Testmöglichkeiten ausgeweitet. So sollen neben Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, für die die Regelung schon seit Mitte Oktober gilt, ab sofort auch Tageskliniken und Rettungsdienste ihre Mitarbeiter zu Präventionszwecken regelmäßig mittels Point-of-Care (PoC)-Antigentests auf Sars-CoV-2 testen können. Gleichzeitig hebt das BMG die maximale Vergütung von Sachkosten für diese Art der Tests „entsprechend der Marktlage“ von sieben auf neun Euro an.

Ausgeweitet wird zudem die Zahl der Leistungserbringer: So dürfen ab dem 1. Dezember alle Arztpraxen Corona-Tests durchführen und abrechnen, also auch reine Privatpraxen. Für die Labordiagnostik kommen ab sofort auch Zahn- und Veterinärärzte infrage.

Eine weitere Änderung betrifft die Corona-Warn-App. Bislang genügte eine Kontakt-Warnung der App allein nicht zum Testanspruch. Das soll sich ändern. In der überarbeiteten Verordnung heißt es nun, „dass im Falle der Testung von Personen, die eine Warnung durch die Corona-Warn-App erhalten haben, keine gesonderte Feststellung ihrer Eigenschaft als „Kontaktperson“ durch den ÖGD oder durch den behandelnden Arzt notwendig ist“.