Gesundheitsbezogene Ungleichheiten bei erwachsenen Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie


  • Atherosclerosis
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Von Ruth Frikke-Schmidt, MD, DMSc, PhD, Chefärztin und außerordentliche klinische Forschungsprofessorin am Rigshospitalet der Universität Kopenhagen, Dänemark.

 

Stephen M. Amrock und Kollegen berichten in der Dezember-Ausgabe 2017 von Atherosclerosis, dass es in einer gegenwärtigen US-Population von Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie (FH) nach Stratifizierung der Population entweder nach Geschlecht oder Herkunft/Ethnizität Unterschiede bei der LDL-Cholesterin-Zielerreichung und dem Einsatz von Statinen gibt. Der Erstautor Stephen M. Amrock ist von der Medizinischen Fakultät der Oregon Health & Science University, Portland, OR, USA.

 

Hintergrund:  Ein großer Teil der FH-Patienten ist weiterhin unbehandelt und es ist unklar, welche Rolle gesundheitsbezogene Ungleichheiten bei FH-Patienten in den USA spielen könnten. Das Ziel des vorliegenden Berichts war es, ethnische Ungleichheiten in einem nationalen Register von FH-Patienten in den USA zu beschreiben.

Ergebnisse: Daten von 3.167 Erwachsenen, die im Register „Kaskade-Screening für Achtsamkeit und Erkennung von familiärer Hypercholesterinämie“ (CASCADE-FH) aufgenommen waren, wurden verwendet, um Unterschiede bei den LDL-Cholesterinzielen und der Statinanwendung nach Geschlecht und ethnischen Gruppen zu untersuchen. Verglichen mit Männern erreichten Frauen mit um 32 % geringerer Wahrscheinlichkeit unter Behandlung ein Cholesterin von

Schlussfolgerung und Diskussion: Im nationalen US-Register CASCADE-FH wurden zwischen den Geschlechtern und ethnischen Gruppen Unterschiede bei der LDL-Cholesterin-Zielerreichung und dem Einsatz von Statinen beobachtet. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass gesundheitsbezogene Ungleichheiten zur Unterbehandlung von FH-Patienten in den USA beitragen. Verstärkte Bemühungen zur Sensibilisierung für diese Unterschiede sind erforderlich.