Gemeinsame UK-Konsensleitlinien für Überwachung kolorektaler Karzinome

  • Rutter MD & al.
  • Gut
  • 27.11.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die von der British Society of Gastroenterology, der Association of Coloproctology of Great Britain und der Ireland/Public Health England veröffentlichten Leitlinien zur Überwachung nach einer Polypektomie oder kolorektalen Karzinom-Resektion.

Warum das wichtig ist

  • Diese Leitlinien sind die ersten, die die Einführung eines nationalen Darmkrebs-Screenings mit einbeziehen, und auch die ersten, die Empfehlungen zur Überwachung nach einer Resektion von entweder adenomatösen oder serratierten Polypen beinhalten.
  • Die Leitlinien sind eine Aktualisierung der zuletzt im Jahr 2010 überarbeiteten Leitlinien.

Wichtigste Punkte

  • Dieses evidenzbasierte Rahmenwerk gilt für Personen im Alter von ≥ 18 Jahren.
  • Die Leitlinien berücksichtigen keine Personen mit hereditären kolorektalen Syndromen.
  • Es wird zunehmend angenommen, dass die meisten Vorteile der Krebsprävention mit einer initialen Polypektomie einhergehen, und dass eine Überwachung nach einer Polypektomie nur wenigen Patienten Vorteile bringt.
  • Die Leitlinien helfen bei der Identifikation der Patienten, die nach einer Polypektomie oder einer Karzinomresektion überwacht werden sollten, geeignete Überwachungsintervalle zu bestimmen und wann die Überwachung beendet werden kann.
  • Nach einer Polypektomie identifizierte Hochrisikopatienten sollten nach 3 Jahren eine einmalige Kolonoskopie zur Überwachung erhalten. Dazu zählen:
    • Patienten mit ≥ 2 prämalignen Polypen mit ≥ 1 fortgeschrittenem Polyp.
    • Patienten mit ≥ 5 prämalignen Polypen.
  • Patienten, die sich der Resektion eines kolorektalen Karzinoms unterzogen haben, sollten nach 1 Jahr eine Clearance-Kolonoskopie erhalten, gefolgt von einer Überwachungs-Kolonoskopie nach weiteren 3 Jahren.