Gemeinsame Familienmerkmale liegen wahrscheinlich pädiatrischer Adipositas-Antibiotika-Assoziation zugrunde

  • Leong KSW & al.
  • JAMA Netw Open
  • 03.01.2020

  • von Emily Willingham, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Obwohl Adipositas und die Anwendung von Antibiotika bei Kindern in 1 Studie im Zusammenhang standen, verschwand diese Assoziation, als die Analysen in einer separaten Studie in Bezug auf Geschwister und Zwillinge kontrolliert wurden.

Warum das wichtig ist

  • Begleitartikel: Die Ergebnisse bei Geschwistern/Zwillingen deuten darauf hin, dass bei Familienmitgliedern häufig vorhandene Störfaktoren den Zusammenhang zwischen Adipositas und Antibiotikaanwendung im Kindesalter erklären könnten.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der ersten Studie nahmen die BMI-Z-Scores mit zunehmend häufiger Antibiotikaverabreichung bei Kindern signifikant zu.
    • Kinder, die bis zum Alter von 4 Jahren 9 und mehr Antibiotikagaben erhielten, wiesen höhere Wahrscheinlichkeiten für Adipositas auf als jene, die keine Antibiotika erhielten: aOR: 2,41 (95 %-KI: 1,07–5,41).
  • In der zweiten Studie war jeder zusätzliche Antibiotikazyklus, der schwangeren Frauen verschrieben wurde, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Adipositas bei Kindern im Alter von 4 Jahren verknüpft: aOR pro zusätzlichem Zyklus: 1,02 (95 %-KI: 0,99–1,06).
  • Für jede Exposition des Kindes stieg die Wahrscheinlichkeit für Adipositas an. In Fixed-Effects-Analysen von Geschwistern, einschließlich Zwillingen, verschwand die Assoziationen jedoch:
    • Exposition der Mutter: 0,95 (95 %-KI: 0,90–1,00).
    • Exposition eines Einzelkindes: 1,02 (95 %-KI: 0,99–1,04).
    • Exposition von Zwillingen: 0,91 (95 %-KI: 0,81–1,02).

Studiendesign

  • Erste Studie: prospektive Kohorte, 5.734 Kinder, deren Gewicht und Größe im Alter von 54 Monaten gemessen und mit ambulant erhobenen Daten nachverfolgt wurden.
  • Zweite Studie: Querschnittsstudie mit anfänglich 132.852 Müttern und 151.359 Kindern.
  • Finanzierung: Neuseeländische Regierung.

Einschränkungen

  • Erste Studie: keine Daten zum BMI der Mutter und Gewichtszunahme während der Schwangerschaft.
  • Zweite Studie: retrospektiv, nicht randomisiert, Antibiotikaindikation und Therapietreue unbekannt.