Gemcitabin plus Eribulin bietet eine Alternative bei metastatischem Urothelzellkarzinom

  • Sadeghi S & al.
  • J Clin Oncol
  • 07.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Erstlinienbehandlung mit Gemcitabin plus Eribulin ist gut verträglich und ergibt eine Gesamtansprechrate (ORR) von 50 Prozent bei Patienten mit einem metastatischen Urothelzellkarzinom, die für Cisplatin nicht infrage kommen.

Warum das wichtig ist

  • Die Ansprechrate war höher als mit dem Versorgungsstandard mit Gemcitabin/Carboplatin und Immuntherapie.
  • Gesamtansprechen, Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreies Überleben (PFS) mit Gemcitabin plus Eribulin waren höher als zuvor gemeldete Ergebnisse einer Monotherapie mit Eribulin.

Studiendesign

  • Studie der Phase II mit 24 Patienten (Performance-Status: 0–2; medianes Alter: 73 Jahre) mit einem nicht vorbehandelten, fortgeschrittenen/rezidivierenden metastatischen Urothelzellkarzinom der Blase, die weder für Cisplatin noch für einen operativen Eingriff infrage kamen und denen Gemcitabin plus Eribulin verabreicht wurde.
  • Finanzierung: Pfizer; MSD.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Anzahl der Zyklen: 4.
  • Mediane Verlaufskontrolle: 16,8 Monate.
  • Die bestätigte ORR betrug 50 Prozent (95 %-KI: 29 %‒71 %).
  • Die mediane Dauer des Ansprechens lag bei 3,1 Monaten.
  • Das mediane OS betrug 11,9 Monate (95 %-KI: 5,6–20,4); das mediane PFS betrug 5,3 Monate (95 %-KI: 4,5–6,7).
  • Häufige behandlungsbedingte Toxizitäten umfassten Ermüdung (83 %), Neutropenie (79 %), Anämie (63 %), Alopezie (50 %) und erhöhte Aspartataminotransferase (50 %).
  • 13 Prozent der Patienten erlitten eine febrile Neutropenie.
  • Es wurden zwei Todesfälle gemeldet.

Einschränkungen

  • Kleine einarmige Studie.