Gematik: PKV-Verband kehrt zurück

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Berlin (pag) –Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist wieder Gesellschafter der gematik. Der GKV-Spitzenverband habe 2,45 Prozent der gematik-Geschäftsanteile an den PKV-Verband übertragen, der GKV-Spitzenverband behält 22,05 Prozent, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Verbände. 2012 hat die PKV der gematik und somit der Telematikinfrastruktur (TI) den Rücken gekehrt.

 

„GKV-Spitzenverband und PKV-Verband wollen in fairer Partnerschaft und Kostenbeteiligung beim Aufbau weiterer Anwendungen der TI zusammenwirken, um die von der gematik entwickelten Funktionen für alle gesetzlich und privat Versicherten gleichermaßen zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „So soll auch sichergestellt werden, dass die Leistungserbringer mit einer einheitlichen digitalen Infrastruktur gesetzlich und privat Versicherte gleichermaßen versorgen können.“

Auch die anderen Gesellschafter stimmen der Wiederaufnahme des PKV-Verbandes zu, teilt die gematik mit. Ihr Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken zeigt sich glücklich: „Die Rückkehr der PKV ist die große Anerkennung unserer Arbeit und wird die Digitalisierung des Gesundheitswesens enorm voranbringen.“

 

Bereits die Stellungnahme des PKV-Verbands zum Referentenentwurf des Patientendaten-Schutzgesetzes ließ aufhorchen. „Da allen Versicherten in Deutschland unabhängig von ihrem Versicherungsstatus ein diskriminierungsfreier Zugang zur TI zu gewährleisten ist, ist die Struktur der TI derart auszugestalten, dass die Gesellschaft für Telematik (gematik GmbH) auch die spezifischen Use-Cases der PKV abbilden kann“, schreibt der PKV-Verband. Unter Use-Cases sind elektronische oder digitale Anwendungsmöglichkeiten zu verstehen. Besonderes Interesse hat die PKV an der Abbildung der privatärztlichen Abrechnungen anhand der Gebührenordnungen für Ärzte (GOÄ) und Zahnärzte (GOZ) sowie an dem eRezept für ihre Klientel.