Gelenks- und Knochenerkrankungen: wesentliche Erkenntnisse im September 2017  


  • Monthly Essentials
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Die 2 wesentlichen Studien zu Gelenks- und Knochenerkrankungen diesen Monat, ausgewählt aus 616 Peer-Review-Studien

1. Romosozumab übertrifft Alendronat möglicherweise bei der Steigerung der Knochenmineraldichte und der Reduzierung des Risikos für klinische Frakturen. Erste direkte Vergleichsstudie über Romosozumab. Siehe unsere Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels aus N Engl J Med unten.

2. Metoprolol sollte bei afroamerikanischen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung vermieden werden, um das Gichtrisiko zu senken. Der Entscheidungsfindungsprozess für Antihypertensiva bei Patienten mit Gichtrisiko kann sich nicht auf viele Beweise stützen. Siehe unsere Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels aus Am J Hypertens unten.

1. Osteoporose: Steigerung der Knochenmineraldichte



Quelle: N Engl J Med

Erkenntnis
  • Romosozumab übertrifft Alendronat möglicherweise bei der Verbesserung der Knochenmineraldichte (KMD) und der Reduzierung des Risikos für klinische Frakturen.
Wesentliche Ergebnisse
  • 3.150 Patientinnen erreichten den primären Analyseendpunkt.
  • Die Behandlungsgruppe hatte ein um 48 % geringeres Risiko für neue Wirbelfrakturen als die Kontrollgruppe (RR: 0,52; p 
  • Die Behandlungsgruppe hatte ein um 27 % niedrigeres Risiko für klinische Frakturen (HR: 0,73; p 
  • Die Behandlungsgruppe hatte ein um 19 % niedrigeres Risiko für Nicht-Wirbelfrakturen (HR: 0,81; p = 0,04).
  • Die Behandlungsgruppe hatte ein um 38 % niedrigeres Risiko für Hüftfrakturen (HR: 0,62; p = 0,02).
  • Die Behandlungsgruppe wies bei allen Messungen größere Zugewinne bei der KMD auf als die Kontrollgruppe (p 
  • In der Behandlungsgruppe meldeten mehr Patientinnen kardiovaskuläre Ereignisse als in der Kontrollgruppe (OR: 1,31). 
Studiendesign
  • Internationale, multizentrische, randomisierte, doppelblinde Studie der Phase III an 4.093 Patientinnen mit Osteoporose, denen 12 Monate lang entweder einmal monatlich subkutan Romosozumab 210 mg verabreicht wurde (Behandlungsgruppe) oder einmal wöchentlich oral Alendronat 70 mg (Kontrollgruppe).
  • 24-monatiger Open-Label-Abschnitt, in dem alle Patientinnen einmal wöchentlich oral Alendronat 70 mg erhielten.
  • Primärer Endpunkt: Inzidenz neuer Wirbelfrakturen und klinischer Frakturen bei der primären Analyse nach 24–36 Monaten.
  • Sekundärer Endpunkt: KMD in Lendenwirbelsäule, Hüfte insgesamt und Oberschenkelhals nach 12 und 24 Monaten; Hüftfraktur.
  • Finanzierung: Amgen, Astellas Pharma, UCB Pharma. 
Warum das wichtig ist
  • Erste direkte Vergleichsstudie über Romosozumab.

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2. Welche Antihypertensiva senken das Gichtrisiko?



Quelle: Am J Hypertens

Erkenntnis
  • Metoprolol sollte bei afroamerikanischen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung vermieden werden, um das Gichtrisiko zu senken.
Wesentliche Ergebnisse
  • Metoprolol konnte mit einer Zunahme um 0,3 mg/dl Harnsäure im Serum (SUA) nach 12 Monaten im Vergleich zur Baseline assoziiert werden (p = 0,03).
  • Mit Ramipril und Amlodipin kam es zu keinen Veränderungen der SUA zwischen der Baseline und der Messung nach 12 Monaten.
  • Nach 12 Monaten war die SUA bei Metoprolol-Patienten signifikant höher als bei jenen, die Ramipril (p = 0,009) oder Amlodipin (p = 0,004) erhielten.
  • Zwischen Ramipril und Amlodipin konnten keine unterschiedlichen SUA-Werte nach 12 Monaten beobachtet werden.
  • Metoprolol stand in einem signifikanten Zusammenhang mit der verstärkten Anwendung von Gichtmedikamenten (GM) (p = 0,04), nicht jedoch mit häufigeren Krankenhausbesuchen aufgrund von Gicht (p = 0,09).
  • Ramipril und Amlodipin konnten nicht mit der Anwendung von GM oder mit Krankenhausbesuchen in Verbindung gebracht werden.
Studiendesign
  • 630 Afroamerikaner mit chronischer Nierenerkrankung wurden nach dem Zufallsprinzip entweder Metoprolol, Ramipril oder Amlodipin zugeteilt.
  • Die Forscher maßen SUA und die Anwendung von GM zur Baseline und nach 12 Monaten.
  • Finanzierung: National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases und andere.
Warum das wichtig ist
  • Der Entscheidungsfindungsprozess für Antihypertensiva bei Patienten mit Gichtrisiko kann sich nicht auf viele Beweise stützen.

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