Gelenks- und Knochenerkrankungen: wesentliche Erkenntnisse im August 2017  


  • Monthly Essentials
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Die 3 wesentlichen Studien zu Gelenks- und Knochenerkrankungen diesen Monat, ausgewählt aus 690 Peer-Review-Studien

1. Ein hoher Osteoprotegerinwert (OPG) im Serum steht bei älteren männlichen Patienten mit Fragilitätsfrakturen, akutem Koronarsyndrom und Herztod in Zusammenhang. Die meisten früheren Studien über OPG und die Gesundheit von Knochen und Herz wurden an weiblichen Patienten durchgeführt, doch diese Studie legt nahe, dass OPG auch bei Männern überwacht werden sollte. Siehe unsere Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels aus J Bone Mineral Res unten.

2. Intravenöses Golimumab stellt eine wirksame Behandlung gegen psoriatische Arthritis dar. Golimumab steht sowohl in subkutaner als auch in intravenöser Darreichungsform zur Verfügung, doch haben viele Patienten Angst vor den subkutanen Injektionen. Siehe unsere Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels aus Arthritis Rheumatol unten.

3. Ärzte können bestimmte Biomarker heranziehen, um das mögliche Ansprechen auf Tumornekrosefaktor-Hemmer und Tocilizumab bei Patienten mit rheumatoider Arthritis vorauszusagen. Diese Daten erbringen Nachweise für ein System zur Bestimmung der optimalen Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis. Siehe unsere Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels aus Arthritis Res Ther unten.

1. Osteoprotegerin steht mit Frakturen und Herzerkrankungen bei Männern in Zusammenhang



Quelle: J Bone Mineral Res

Erkenntnis
  • Ein hoher Osteoprotegerinwert (OPG) im Serum steht bei älteren männlichen Patienten mit Fragilitätsfrakturen, akutem Koronarsyndrom und Herztod in Zusammenhang.
Wesentliche Ergebnisse
  • Das Risiko für Fragilitätsfrakturen war im höchsten OPG-Quartil am höchsten (HR: 1,95; p 
  • Im höchsten OPG-Quartil zeigte sich auch ein höheres Risiko für Wirbelfrakturen (HR: 2,24; p 
  • Das Risiko für akutes Koronarsyndrom oder Herztod war ebenfalls im höchsten OPG-Quartil am ausgeprägtesten (HR: 2,98; p 
Studiendesign
  • 8-jährige prospektive Studie an 819 männlichen Patienten im Alter von 60–87 Jahren.
  • Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen OPG und kardiovaskulären Ergebnissen.
  • Finanzierung: Roche und andere.
Warum das wichtig ist
  • Die meisten früheren Studien über OPG und die Gesundheit von Knochen und Herz wurden an weiblichen Patienten durchgeführt, doch diese Studie legt nahe, dass OPG auch bei Männern überwacht werden sollte.

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2. Injizierbares Medikament wirksam gegen psoriatische Arthritis



Quelle: Arthritis Rheumatol

Erkenntnis
  • Intravenöses Golimumab stellt eine wirksame Behandlung gegen psoriatische Arthritis dar.
Wesentliche Ergebnisse
  • 75,1 % der Patienten in der Gruppe mit Golimumab und 21,8 % der Placebopatienten erzielten den primären Endpunkt (p 
  • Patienten, die Golimumab erhielten, wiesen bis Woche 14 eine größere durchschnittliche Veränderung der HAQ-DI-Werte auf (p 
  • Ein höherer Anteil der Golimumab-Patienten zeigte bis Woche 14 ein ACR50-Ansprechen (p 
  • Das häufigste unerwünschte Ereignis waren Infektionen, die bei Golimumab- und Placebopatienten ähnlich häufig auftraten.
Studiendesign
  • Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie der Phase III, die die intravenöse Verabreichung von Placebo (n = 239) mit jener von 2 mg/kg Golimumab (n = 241) über eine Dauer von 20 Wochen verglich.
  • Primärer Endpunkt: Anteil der Patienten mit einer Verbesserung der Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) um ≥ 20 % bis Woche 14.
  • Sekundäre Endpunkte: Veränderung ab Baseline im Health Assessment Questionnaire-Disability Index (HAQ-DI [Gesundheitsfragebogen zur Erfassung der Behinderung]), Anteil der Patienten in Woche 14 mit ACR50, ACR70 und einer Verbesserung um ≥ 75 % im Psoriasis Area and Severity Index (PASI75 [Index zur Erfassung der Ausdehnung und des Schweregrads von Psoriasis]) sowie die Veränderung ab der Baseline des Gesamtwertes für psoriatische Arthritis im modifizierten Sharp-van-der-Heijde-Score in Woche 24.
  • Finanzierung: Janssen Research & Development, LLC.
Warum das wichtig ist
  • Golimumab steht sowohl in subkutaner als auch in intravenöser Darreichungsform zur Verfügung, doch haben viele Patienten Angst vor den subkutanen Injektionen.

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3. Biomarker helfen bei der Bestimmung der besten Behandlung für rheumatoide Arthritis



Quelle: 
Arthritis Res Ther 

Erkenntnis
  • Ärzte können bestimmte Biomarker heranziehen, um das mögliche Ansprechen auf Tumornekrosefaktor-Hemmer (TNF-Hemmer) und Tocilizumab (TCZ) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis vorauszusagen.
Wesentliche Ergebnisse
  • Es zeigte sich eine signifikante umgekehrte Wechselwirkung zwischen den Expressionsgraden von IL-6 und TNF-α (p = 0,03).
  • Die Wirksamkeit von TCZ stand in Zusammenhang mit Thrombozytenzahl (p = 0,023), Hämoglobin (p = 0,003), Aspartataminotransferase (p = 0,014) und Alaninaminotransferase (p = 0,007).
  • Die Wirksamkeit von TNF-Hemmern korrelierte mit Albumin (p = 0,011) und Eisen (p = 0,035).
  • Den folgenden Werten wurde 1 Punkt zugerechnet: Thrombozytenzahl ≥ 381 × 103/mm3, Hämoglobin ≤ 11,7 g/dl bei Frauen, Hämoglobin ≤ 13,2 g/dl bei Männern, Aspartataminotransferase ≤ 16 IE/l sowie Alaninaminotransferase ≤ 15 IE/l.
  • Ein Punktewert in der Höhe von ≥ 2 wurde mit der Wirksamkeit von TCZ assoziiert.
  • 82 % der Patienten mit gutem Ansprechen auf TNF-Hemmer erzielten einen Wert von
Studiendesign
  • Die Forscher maßen die mRNA-Expression von IL-6 und TNF-α im peripheren Blut von 45 neu diagnostizierten Patienten mit rheumatoider Arthritis und analysierten sie in Hinblick auf die Wirksamkeit von TCZ oder TNF-Hemmern.
  • Finanzierung: Health Labor Sciences Research Grant of Japan.
Warum das wichtig ist
  • Diese Daten erbringen Nachweise für ein System zur Bestimmung der optimalen Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis.

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